Monster, Geister und Ritter locken Besucher in die Altstadt

Von: Dirk Müller
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Auf den großen Schreck folgen die Erleichterung und der Spaß, wenn die Besucher an der Burg merken, dass die Monster eigentlich nette Menschen sind. Foto: D. Müller

Stolberg. Untote Ritter der Armee der Finsternis greifen die Menschen an, furchterregende Kobolde, Geister und Zombies lauern in ihren Verstecken auf Opfer, und der Sensenmann treibt sein Unwesen. Der Geruch von Pech und Schwefel liegt in der Luft, Schreie, die von Todesangst zeugen, sind zu hören, und übel zugerichtete, blutige Opfer säumen den Weg rund um die Burg.

Die gute Nachricht ist: Alle kommen unbeschadet und lediglich mit dem Schrecken davon. Und: Halloween in der Altstadt ist ein voller Erfolg.

Erheblichen Anteil daran hat die Veytaler Ritterschaft, die nicht nur auf dem oberen Burghof ein großes Lager errichtet hat, in dem eine keltische Samhain-Feier stattfindet. Die Ritter haben auch den Grusel-Parcours organisiert – und bespielen ihn, denn das Besondere der schaurig-schönen „Natur-Geisterbahn“ sind die zahlreichen lebendigen Darsteller. „Insgesamt sind heute rund 70 Leute im Einsatz“, beschreibt der Veytaler Norbert von Thule. Teile der Ritterschaft sichern das Geleit der Besuchergruppen, während andere Ritter in verschiedenen Rollen den Wagemutigen das Gruseln lehren.

Der Parcours beginnt am Fuße der Burg gleich neben der geselligen Halloween-Party der KG Fidele Zunfthäre am Burghaus. Erstes Highlight: Der Kräutergarten, aus dem die Veytaler einen unheimlichen Friedhof gemacht haben. Dort begrüßt Thor, der Donnergott, die Gäste und beschützt sie vor den Zombies der Armee der Finsternis, die prompt die Besucher angreifen. Mit beherztem Einsatz seines Hammers gelingt es Thor, einen der Angreifer zu stellen, er klappt das Visier des untoten Ritters hoch und dahinter erscheint ein Totenkopf. Weiter geht es über die blutbesudelte Brücke, und auf dem Weg zum Faches-Thumesnil-Platz regiert das Grauen.

Aus Büschen hervor und hinter Ecken heraus springen verschiedene Monster und erschrecken kleine wie große Besucher. Immer wieder wollen Krieger der Armee der Finsternis die meist selbst finster verkleideten und geschminkten Gäste angreifen, doch mutige Ritter der Veytaler stellen sich ihnen in den Weg und ringen sie in atemberaubenden Schwertkämpfen nieder. „Ein Vorteil der lebendigen Darsteller ist, dass sie sensibel auf die Gruppen eingehen können, etwa kleinere Kinder nicht zu sehr erschrecken. Wenn die Angst zu groß wird, können sie auch ihre Rollen aufgeben, sich als ganz normale Menschen zu erkennen geben und mit den Kindern lachen“, sagt von Thule.

Der Veytaler schätzt, dass bereits in der ersten Stunde fast 500 Menschen den Grusel-Parcours besucht haben – meist Familien mit Kindern. Im Verlaufe des Abends werden noch mehr bis dahin Unerschrockene gehörig erschreckt, wobei einige die Natur-Geisterbahn mehrmals abschreiten, weil sie so begeistert davon sind. Am späteren Abend lockt Halloween in der Altstadt dann gezielt die Erwachsenen an. Samhain-Feier und Feuershow an der Burg sowie Halloween-Party der Fidelen Zunfthäre am Burghaus sind dabei nur zwei der vielen Alternativen, denn die Altstadtkneipen laden ebenfalls zum gemütlichen Gruseln ein.

Liebevolle Dekorationen

Zum Beispiel das „Weiße Rössl“, das mit Skeletten, Fledermäusen, Nebel und mehr punktet. Schaurig geschminkt und verkleidete Bedienungen bewirten die Gäste, schon vor 20 Uhr ist kein Tisch mehr frei. Clou ist ein belegter Sarg, aus dem heraus ein Untoter bisweilen die speisenden und trinkenden Gäste erschreckt. In der Musikkneipe „Piano“ heißt es ab 20.30 Uhr „nichts geht mehr“. Dicht gedrängt steht das Publikum und lauscht den Klängen des Überraschungsgastes. Der junge Stolberger Singer and Songwriter Paul Darin beeindruckt die Gäste, bevor die Band „Six, Four and more“ Rock- und Blues-Musik vom Feinsten spielt.

Ähnliche Bilder in den anderen Altstadtkneipen: Ob im „The Savoy“ und im „Postwagen“, wo DJs auflegen, in der „Bodega“, im „Alt Stolberg“, im Bistro „By George“, im „Raubritter“ oder im „Wäggelche“ – überall ist beste Stimmung und die Kneipen sind sehr gut gefüllt an dem Halloween-Abend, an dem sich auch das „Café Weber“ und der „Altstadt-Kiosk“ beteiligen.

Liebevolle Dekorationen mit originellen Details sind vielfach schon von Außen weithin sichtbar, etwas die Kerzen am Pont du Valognes, und laden zum geselligen Gruseln in der Altstadt ein. Und sowohl Stolberger, als auch viele auswärtige Gäste lassen sich nicht lange bitten und feiern mit, so dass am Ende das Fazit eindeutig ist: Die gemeinsame Aktion der Altstadtkneipen, der Fidelen Zunfthäre und der Veytaler Ritterschaft ist ein voller Erfolg, und Halloween 2016 kann kommen.

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