Monika Lück wird das neue „Burgfräulein”

Von: -jül-
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Stolberg. Sie hat sich den Schritt reiflich überlegt - und dann zugesagt. Monika Lück übernimmt die Gastronomie der Stolberger Burg. Der Beschluss über den Pachtvertrag in der Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Dienstag gilt als reine Formalität.

Nicht nur Erleichterung, sondern Freude steht Bürgermeister Ferdi Gatzweiler ins Gesicht geschrieben über die Zusage des neuen Stolberger Burgfräuleins. Sie hat nicht nur den Kupferhof Rosental vor dem Verfall gerettet, sondern das Denkmal zu neuer Blüte geführt und als Veranstaltungsort mit Flair und Atmosphäre für Hochzeiten und kulturelle Veranstaltungen etabliert.

Diese Nutzung des Kupferhofes korrespondiert mit dem von ihr ebenfalls übernommenen und restaurierten City-Hotel am Kaiserplatz im ehemaligen Schwimmbad, das die 50-Jährige um ein Bistro-Restaurant im Nachbarhaus an der Sonnentalstraße erweitert hat. Das frühere Modehaus Fister am Steinweg wird derzeit noch restauriert und soll als weiterer Pol zur Belebung der Innenstadt für touristischen Aufschwung in der Kupferstadt sorgen.

„Stolberg entwickelt sich weiter zu einer Hochzeitsstadt”, freut sich schon einmal der Bürgermeister, denn eine Ausweitung des Angebotes von Trauungen und Hochzeitsfeiern in der Kulisse des Stolberger Wahrzeichens ist einer der Eckpfeiler des Nutzungskonzeptes von Monika Lück. Nur leicht modifiziert sein wird ihr Vertrag mit der Stadt. Demnach soll sie das alleinige Cateringrecht für gebuchte Veranstaltungen erhalten.

Im Übrigen bleiben alle weiteren Einschränkungen einer Nutzung bestehen: Die Burg als Eigentum aller Stolberger muss weiterhin öffentlich zugänglich sein, die Nutzung des oberen Burghofs beim Weihnachtsmarkt und dem Pfarrfest von St. Lucia wird ebenso gewährleistet wie die Nutzung der Galerie für städtische Kunstausstellungen.

Die werden derzeit im Rahmen der renommierten „Artibus”-Reihe von Kulturmanager Max Krieger organisiert, mit dem Monika Lück bereits ebenso Kontakte über eine Ausweitung der Veranstaltungspalette pflegt wie über eine Intensivierung der touristischen Angebots-Möglichkeiten auf der Burg nachgedacht wird. Über Details mag sich Monika Lück freilich vor einer Entscheidung des Hauptausschusses noch nicht äußern, doch mit Zuversicht wird allseits eine deutlichere Wahrnehmung des Wahrzeichens in der Öffentlichkeit erwartet.

Die sechste Pächterin

Erforderlich wurde die vorzeitige Suche nach einem neuen, nun sechsten „Burgfräulein”, nachdem die derzeitige Pächterin Bettina Austinat um eine vorzeitige Auflösung ihres noch bis Ende September laufenden Pachtvertrages zum Jahresende gebeten hatte. Ihr gastronomisches Konzept war nicht von wirtschaftlichem Erfolg gekrönt; die 48-Jährige war im April 2007 als Pächterin eingesprungen, nachdem Gamal Attia schon nach einem halben Jahr als erster Nutzer der für eine gastronomische Nutzung umgestalteten Räume abgesprungen war. Zuvor hatte es erst ab 2003 lediglich eine Außengastronomie unter der wechselnden Regie von „Burgkeller”-Betreiber Marko Markovic (2003), „Kiste”-Wirt Guido Bodewig (2004) sowie dem „Pizzeria”-Inhaber Reiner Thomas (2005) gegeben.
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