Modernisierung des Bahnhofs beginnt in diesem Jahr

Von: Jürgen Lange
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522.000 Fahrgäste jährlich nutzen derzeit im Nahverkehr den Stolberger Hauptbahnhof. Das hat die DB ermittelt. Foto: J. Lange

Stolberg. Der große Bahnhof findet im Düsseldorfer Verkehrsministerium statt. Minister Michael Groschek, Vertreter der Bahn sowie der Nahverkehrsverbände in Nordrhein-Westfalen unterzeichnen die Finanzierungsverträge für die Modernisierung von 106 Bahnhöfen im Land.

Über 300 Millionen Euro stehen zunächst für die Planung bereit, um die Haltepunkte moderner und barrierefrei zu machen sowie für die nächste Zuggeneration zu rüsten.

Auch Stolbergs Hauptbahnhof taucht auf. Jedoch nicht wie erwartet als Teil der Modernisierungsoffensive der DB, sondern als Part des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) und des Ausbau-Programms der sogenannten Außenäste des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX), der im Dezember 2018 auf die Gleise gesetzt werden soll. Dann soll auch der RRX 1 Aachen via Stolberg und Köln über Düsseldorf und Oberhausen mit Münster verbinden.

Während in der Pressemitteilung von Bahn und Ministerium der Februar diesen Jahres als Planungsbeginn angegeben wird, hatte bereits im Dezember ein DB-Sprecher gegenüber unserer Zeitung den Baubeginn für den Mittelbahnsteig an der Hauptstrecke zwischen Köln und Aachen für dieses Jahr angekündigt.

Diese Information deckt sich auch mit den jüngsten Aussagen gegenüber der Stadt. Bereits Ende diesen Jahres soll die Realisierung der „Skywalk“ genannten Überführung begonnen werden. Sie überbrückt die Gleise 2 sowie 43/44 und verbindet den Mittelbahnsteig somit auf direktem Wege barrierefrei mit dem zukünftigen Parkhaus. Mit dessen Bau beginnt die Kupferstadt Stolberg aller Voraussicht nach im Juni.

Bereits für das Jahresende kann mit einer Fertigstellung gerechnet werden; dann stehen 354 Plätze auf acht Ebenen für Pendler zur Verfügung. Das mit rund 3,2 Millionen Euro kalkulierte Projekt wird von der Stadt vorfinanziert. Sobald der NVR ab 2019 wieder flüssig ist, wird mit der Zahlung des bereits zugesagten Zuschusses in Höhe von 85 Prozent an die Stadt gerechnet.

Somit ist zur Verbesserung der Stationsqualität am Stolberger Hauptbahnhof der Bau des Parkhauses sowie des Skywalks als barriefreiem Zugang mit Fahrstuhl zum Mittelbahnsteig und dessen Modernisierung eng miteinander verknüpft. Die heutige ungeliebte Unterführung soll dann zubetoniert werden.

Derweil ist die Stolberger Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) dabei, die letzten Weichen für den für Juni angekündigten Ringschluss der Euregiobahn zwischen Stolberg und Alsdorf zu stellen. Nachdem seit Mitte Dezember der Schienenstrang zwischen St. Jöris durch das Lehmsiefen zum Hauptbahnhof komplettiert ist, wird derzeit an der Sicherungstechnik der Bahnübergänge gearbeitet sowie die Anknüpfung an das elektronische Stellwerk im Hauptgebäude erstellt. Im Bahnhof Herzogenrath läuft die Trennung der Infrastruktur von EVS- und DB-Netz, die in Stolberg bereits 2011 vorgenommen wurde.

Und nachdem die Sanierung des aus den Gründerjahren 1888 stammenden Stahlgerüstes der Überdachung des Bahnsteigs an Gleis 43 erfolgt ist, erwartet die EVS nun das Gutachten, wie eine regensichere gläserne Überdachung statisch so erstellt werden kann, dass Thalys und ICE gefahrlos mit Hochgeschwindigkeit vorbeirauschen können.

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