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Moderne Malerei im Mittelpunkt des Austauschs

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Auf der Suche nach Stimulation
Auf der Suche nach Stimulation: Gerhard Nellessen, Christiane Vincent-Poppen, Marion Grawatsch, Heidi Straßburger, Gustel Schreurs, Thomas Pollesche, Antonio Máro und Petra Michel-Neumann (v.l.)

Stolberg. Im Frühjahr nahmen insgesamt sieben Künstler an dem Kurs „Moderne Malerei” von Antonio Máro teil. Nach dem von Benjamin Britten überlieferten Ausspruch „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom, wer aufhört treibt zurück!” suchten die Künstler eine Stimulation durch den Altmeister der Informel-Malerei.

Marion Grawatsch (Krefeld), Petra Michel-Neumann (Eupen), Gerhard Nellessen (Roetgen), Wolfgang Pollesche (Boppard), Gustel Schreurs (Eschweiler), Heidi Straßburger (Düsseldorf) und Christiane Vincent-Poppen (Erftstadt) waren die Kursteilnehmer und besuchten das in Hauset etwas versteckt gelegene Schlösschen, das Arbeits- und Lebensraum für Antonio Máro und seinen Sohn Rafael Ramírez-Máro bietet.

Die gut besuchte Vernissage wurde musikalisch von der Aachener Jazz Combo „Blue Birch” umrahmt. Kurt Vermaaten, Rektor a.D. aus Stolberg, stellte die Künstler den Vernissage-Besuchern im Rahmen eines Dialogs vor. Neben den zahlreichen Gästen hatte sich auch die Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Hilde Scheidt, gemischt.

Malerei und Bildhauerei als Schwerpunkte

Marion Grawatsch, geboren in Westfalen, hat seit 1970 eine Ausbildung im Aktzeichnen und Malerei. Von 1992 bis 1999 studierte der Künstler an der FH Aachen für Visuelle Kommunikation und Produktdesign. Seine Schwerpunkte lagen in der Malerei und der Bildhauerei. Sein Diplom erhält er im Juni 1999. Studienfahrten nach Nordafrika, Syrien, Jordanien und Israel prägen seine Arbeiten. Grawatsch ist Mitglied der Gedok Köln. Sowohl in der Bildhauerei, als auch in der Malerei ist das Thema Mensch bei ihm vorrangig. „Auf der Basis des Informel, und doch fasziniert von der menschlichen Figur, bin ich bestrebt, in der Malerei Abstraktion mit farblicher Aussage in Einklang zu bringen.”

Petra Michel-Neumann, 1963 in Eupen geboren, studierte Malerei an dem „Institut Saint Luc Liège”. In ihrer Heimat Eupen und Umgebung arbeitet sie als Malerin, Schaufensterdekorateurin und Farbberaterin. Für Petra Michel-Neumann ist die Malerei ein Abenteuer in der unendlichen Welt der Farben und Formen. Sie hat schon an mehrere Ausstellungen in Belgien und Deutschland teilgenommen.

Regionale Ausstellungen

Gerhard Nellessen, geboren 1962 in Simmerath, lernte als junger Mensch sechs Jahre bei Kunstmaler Paul Siebertz, Monschau, und nahm in dieser Zeit an regionalen Ausstellungen teil. Seitdem entwickelte er seine konkrete Malerei autodidaktisch weiter. In seinem nunmehr 25-jährigen Berufsleben als Jugendbildungsreferent hat das künstlerische Schaffen - im Malen, Werken, Musizieren und Theaterspielen - einen festen Platz. Es ist Quell der Freude und Weg der inhaltlichen Auseinandersetzung. Im Kurs „Moderne Malerei” bei Antonio Máro wendete sich Gerhard Nellessen zum ersten Mal der abstrakten Malerei zu.

Thomas Pollesche, geboren 1956 in Koblenz, war 1982 Mitarbeiter im Aufbauteam bei der „documenta 7” in Kassel. Er studierte Kunst, visuelle Kommunikation, Sport, Pädagogik und Psychologie an der Hochschule für Bildende Künste und an der Universität Kassel. Danach unterrichtete er 18 Jahre an Gymnasien in Kassel, Amöneburg und Trier. Nebenbei besuchte er Kurse für Malerei und Kunsttherapie an der Malschule am Goetheanum in Dornach und an der Hauschka-Schule in Bad Boll. Pollesche lebt und arbeitet seit einigen Jahren als Pädagoge und Künstler in Boppard und nahm an Ausstellungen im In- und Ausland teil. Thomas Pollesche: „Das Malen ist die Tätigkeit, die mich immer wieder zu Grenzerfahrungen, zu Schwellenerlebnissen führt. Ich bin ein Grenzgänger, bewege mich zwischen Alltag und Kunst. Im Chaos finde ich Harmonie, in der Veränderung erlebe ich Beständigkeit, in der Materie entdecke ich Spirituelles.”

Gustel Schreurs, Jahrgang 1952, arbeitet seit 2006 mit Acryl auf Leinwand. Sie legt viel Wert darauf, ihren eigenen inneren Prozess beim Malen so entstehen zu lassen, dass sich dieser im Bild widerspiegelt. Ihre Bilder zielen auf einen emotionalen Dialog mit dem Betrachter, der eine vordergründige „Sinnhaftigkeit” nebensächlich werden lässt.

Experimentierfreudig

Heidi Straßburger, geboren 1961 in Duisburg, absolvierte ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre an der RWTH Aachen, promovierte am Lehrstuhl für Unternehmenspolitik und Marketing und ist seit 1995 Professorin für Marketing an der FH Düsseldorf. Seit mehr als zehn Jahren findet sich die Künstlerin in experimentierfreudige Auseinandersetzung mit der abstrakten Malerei, nahm an verschiedenen Kursen, insbesondere auch bei Antonio Máro 2008 und 2011, teil.

Begeisterung für kreative Gestaltungen, Farben und Strukturen sind ihr eigen. Christiane Vincent-Poppen, geboren in Bonn, studierte Malerei und Kunsttherapie an der FH Freie Kunststudienstätte Ottersberg. In den folgenden Jahren lebte und arbeitete sie in Heilbronn und Erftstadt als Malerin und Kunsttherapeutin. Poppen sucht im Malprozess eine Farbqualität im Bildraum, die ein Zusammenklingen von Farben und Formen ermöglicht. Die Malerin hat seit 1988 an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen.

Aktuelle Ausstellung in Hauset-Eynatten

Noch bis zum 19. Juni ist die Ausstellung nach telefonischer Vereinbarung zu besichtigen: Akademie Ramírez-Máro, Château Máro - Gostert 102, B 4730 Hauset-Eynatten, Tel. 0032 - 87 65 88 32. Der zweite Kurs „Moderne Malerei” findet vom 10. September bis 13. November statt.

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