Stolberg - Modelabel „Aachener Liebe“ aus Stolberg: Inspiriert von Sylt und Ibiza

Modelabel „Aachener Liebe“ aus Stolberg: Inspiriert von Sylt und Ibiza

Von: Israa Hamadache
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Hat ihre Liebe zum Modedesign in der Freizeit entdeckt: Bella alias Nicole Heinen setzt sich selbst an die Nähmaschine, um ihre Ideen in eigene Kreationen umzusetzen. Foto: I. Hamadache
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Die Kollektion der „Aachener Liebe“ ist morgen beim Stadtfest zu sehen. Foto: I. Hamadache

Stolberg. Mode geht auch anders, das zeigt die Designerin des neuen Labels „Aachener Liebe“. Wer eine Abwechselung von den üblichen Klamotten aus den großen Firmenketten braucht, ist hier genau richtig. „Meine Produkte sind individuell, ich designe und entwickle die Schnitte alle selbst“, erklärt Nicole Heinen, die den Künstlernamen „Bella“ bevorzugt.

Ihr Geschick entdeckte die Stolbergerin nach einem Urlaub auf der Insel Sylt. Da es dort häufig sehr windig ist, ihr aber die Auswahl an Mützen in den Läden nicht gefiel, brachte sie sich kurzerhand selbst das Häkeln bei; Wollmützen waren die ersten Artikel ihrer Reihe. „Mir wurden oft Komplimente gemacht und ich wurde auf der Straße angesprochen, wo ich diese denn her habe. Also fing ich an, mit der Idee einer eigenen Produktion zu spielen“, erinnert sich Bella.

Das Sortiment, mittlerweile auf Schmuck, Buttons, Kleider, T-Shirts und Taschen ausgeweitet, ist auf ihrer Facebook-Seite „Aachener Liebe“ zu bewundern. Stellenweise bieten sich ihr jedoch auch Gelegenheiten, die Ware auszustellen. So morgen beim Stadtfest: Im Atelier von Marion Camphausen an der Finkenberggasse sind ihre Kreationen zu bestaunen.

Charakteristisch ist ihr favorisierter Hippie-Look, den die Designerin im Urlaub auf einem Nachtmarkt auf Ibiza für sich entdeckte. Das offene, liebevolle Miteinander der dortigen Bewohner beeindruckte sie, so dass sie dieses Empfinden auch durch ihre Kleidung vermitteln wollte. Der Gebrauch von vielen Mustern und Federn zieht sich über die gesamte Kollektion.

Stolz zeigt die 40-Jährige ihren Arbeitsplatz in ihrem Wohnhaus in Atsch: Nähmaschinen, Kleiderständer und viele Skizzen sind in dem liebevoll eingerichteten Zimmer zu finden. Ihre künstliche Ader ist allgegenwärtig, so auch bei den selbst gemalten Bildern, welche die Wände zieren. Darüber hinaus ist ein Fokus auf Bio-Artikel zu erkennen. Ihren Lederschmuck veredelt sie zusätzlich mit Seide und Bio-Baumwolle. „Die ganze Massenproduktion gefällt mir nicht, ich will genau wissen, woher meine Materialien kommen.“

Im letzten Herbst fing Bella an, ihre Ideen umzusetzen. Durch Freunde, die Freunden von den Kreationen erzählten, sowie mit Hilfe des Internets konnte sie sich einen kleinen Kundenstamm aufbauen. „Eine gute Beziehung zu den Kunden ist das A und O.“ Dadurch würden Angebote wie die Ausstellung in Ateliers oder auf Weihnachtsmärkten, erst möglich.

„Durch solche Beziehungen komme ich auch oft an Stoffe, dann kriege ich Lederreste mit, die sonst niemand mehr gebrauchen würde.“ Die gelernte Kauffrau hat auf diese Weise einen Ausgleich zu ihrem sonst so trockenen Berufsfeld gefunden. Den natürlichen, individuellen und farbenfrohen Stil ihrer Kleidung, scheint sie auch selbst zu leben.

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