Mobile Jugendarbeit soll stärker ausgebaut werden

Von: km
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Stolberg tut zwar schon jetzt viel für seine Kinder und Jugendlichen. Doch weil sich das Nutzungsverhalten ändert, soll zukünftig vor allem die mobile Jugendarbeit noch stärker ausgebaut werden. Foto: D. Müller

Stolberg. War es vielleicht in den 80er und 90er Jahren noch „in“, dass Jugendliche ihre Zeit in Jugendtreffs verbrachten, so hat sich die Situation heute grundlegend gewandelt. „Kinder und Jugendliche nutzen die Angebote der offenen Jugendarbeit heute anders als noch vor zehn Jahren“, sagt Robert Voigtsberger, Erster Beigeordneter und Jugenddezernent.

„Das Leben der Jugendlichen spie­lt sich heute mehr vor der eigenen Haustür und in den sozialen Medien ab.“ Man müsse die Angebote daher stärker als bisher in die Lebenswelten der Jugendlichen hineintragen und zu ihnen hingehen.

Dieser neuen Situation wollen sich die kommunalen Jugendpfleger in der Region Aachen, Düren, Euskirchen, Heinsberg und dem Rhein-Kreis Neuss nun stellen und haben gemeinsam ein Leitbild für die Kinder- und Jugendarbeit entwickelt.

In Form von zehn Leitlinien haben sie sich auf eine gemeinsame Basis geeinigt, die ihre Arbeit rechtlich verortet, das breite Aufgabenspektrum beschreibt und die Arbeitsbedingungen abbildet. Im Kinder- und Jugendausschuss wurde das neue Leitbild am Donnerstag vorgestellt und zustimmend zur Kenntnis genommen.

Wichtige Kernaussagen darin sind etwa, dass die Jugendlichen mitbestimmen und mitgestalten sollen, dass der außerschulische Bildungsauftrag gesetzlich festgelegt ist und damit jeder junge Mensch ein Recht auf die Förderung seiner Entwicklung hat, dass die Teilnahme an den Angeboten freiwillig ist und alle ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, Konfession oder möglicher Handicaps gleich behandelt werden müssen. Die Grundsätze sind ab sofort Grundlage und Orientierungshilfe für die Festsetzung von Zielen und Schwerpunkten in der Jugendarbeit der Stadt Stolberg.

Laut Voigtsberger sei nun die wichtigste Frage: „Wie können wir das bestehende Angebot noch attraktiver und bedarfsgerechter gestalten?“ Das neue Leitbild werde deshalb zum Anlass genommen, die aktuelle Situation in Stolberg zu evaluieren und anzupassen. Daraus soll sich ein neues Konzept für die städtische Jugendarbeit ergeben.

Im Rahmen einer Imagekampagne, die die Jugendarbeit wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken soll, soll zum Beispiel ein „Jugendplatz“ mit einem Calisthenics-Parcours (moderner Trimm-dich-Pfad) geschaffen werden. Ein Antrag seitens des Jugendparlaments ist in Arbeit.

Außerdem soll das Angebot des Kinder- und Jugendkinos erweitert und das „WebRadio“ reaktiviert werden. Abgeschlossen wird der Prozess im Frühjahr 2017 mit einem Fachtag zusammen mit freien Trägern, Jugendverbänden und dem Arbeitskreis Jugendarbeit in Stolberg.

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