Stolberg - Mittwoch öffnet die neue Notschlafstelle

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Mittwoch öffnet die neue Notschlafstelle

Von: gro
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Unscheinbar von außen, aber für die Jugendlichen der Region nach Uberzeugung des SkF von großer Bedeutung: die neue Jugendschlafstelle in der Prämienstraße 84 in Münsterbusch. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Die ersten Gäste werden am Freitag die Nachbarn sein. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hat ihnen angeboten, sich ein Bild zu machen von dem Haus in der Prämienstraße 84. Sie dürften es nach wochenlangen Renovierungs- und Sanierungsarbeiten kaum wiedererkennen.

Denn der SkF hat in die ehemalige Asylbewerber-Unterkunft viel Zeit, Mühe und Geld investiert, um sie für die zukünftige Nutzung einzurichten.

Am kommenden Mittwoch wird in Münsterbusch die erste Notschlafstelle für Jugendliche in der Region eröffnet. Auf Initiative der Jugendämter in der Städteregion Aachen und in Zusammenarbeit mit dem Haus St. Josef Eschweiler wird der Sozialdienst katholischer Frauen dort jungen Menschen, die obdachlos sind oder von der Obdachlosigkeit bedroht sind, eine Unterkunft anbieten.

Permanent mit Fachpersonal besetzt ist die Notschlafstelle zwischen 19 und 9 Uhr. In dieser Zeit steht die Einrichtung 14- bis 17-Jährigen in Not offen. Ihnen wird eine Bleibe für die Nacht, Essen und die Möglichkeit zur Körperpflege zur Verfügung gestellt. Über neun Plätze verfügt das runderneuerte Haus in Münsterbusch, bei besonders großem Andrang kann die Kapazität vorübergehend bis auf zwölf erhöht werden.

„Das Angebot beruht auf dem Gedanken der Grundversorgung und des Abwartens”, betont Cornelia Stöcker, dass die Jugendlichen in der Notschlafstelle keinem pädagogischen Erwartungsdruck ausgesetzt werden. Es gehe vielmehr vorrangig darum, die Grundbedürfnisse zu stillen.

„Unsere Mitarbeiter stehen selbstverständlich zur Verfügung, bedrängen aber niemanden mit Gesprächs- und Hilfsangeboten”, betont die Leiterin des Agnesheimes, die als Teambegleiterin in das Projekt involviert ist und sich an der Rufbereitschaft beteiligt. Gleichwohl hofft sie, über das niedrigschwellige Angebot den jungen Menschen eine Perspektive für ihr Leben vermitteln zu können.
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