Aachen/Stolberg - Mitglieder von Einbrecherbande stehen vor Gericht

Mitglieder von Einbrecherbande stehen vor Gericht

Von: Wolfgang Schumacher
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Die Polizei konnte zwei Serieneinbrecher verhaften, die sich jetzt vor Gericht verantworten müssen. Foto: Colourbox

Aachen/Stolberg. Als die Polizei Anfang August 2015 in einer Stolberger Wohnung zugriff, da wollte sie eigentlich eine ganz Bande dingfest machen. Doch letztlich blieben nur zwei mutmaßliche Täter im Netz hängen, andere Mittäter konnten flüchten.

Es geht um eine Diebesbande, deren Mitglieder seit April 2015 in Aachen, in den angrenzenden Orten wie Roetgen oder Stolberg, aber auch in Simmerath, Eschweiler, Langerwehe oder Hürtgenwald des Nachts insgesamt mehr als 30 Wohnungen ausräumen konnten.

Dabei stahlen sie alles, was Geld bringt, vor allem elektronische Geräte wie Handys, MacBooks, Tablets, Uhren, Schmuck, aber auch Motorsägen, Bargeld und stylische Sportschuhe standen auf der Wunschliste. So machten die Einbrecher, die nachts von außen die Rahmen der Fenster aufbohrten und dann geräuschlos einstiegen, beispielsweise zwei Mal in Aachen-Brand auf der Freunder Landstraße fette Beute. Am 17. Juli sackten sie bei einem nächtlichen Raubzug drei Nikon-Fotoapparate mit Objektiven im Wert von 13.000 Euro ein, fünf Tage später ließen sie ebenfalls aus einer Wohnung in Brand drei hochwertige Canon-Apparate mitgehen, der Gesamtschaden betrug nach Polizeiangaben alleine dort rund 40.000 Euro.

Jetzt sitzen die zwei gefassten Täter auf der Anklagebank vor der 1. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht – und sagen erst einmal gar nichts. Dabei warnte die Vorsitzende Richterin, Regina Böhme, die Angeklagten Bledar G. (26) und Floriant R. (34) vorsichtig, aber deutlich: „Wenn Sie etwas sagen wollen, dann ist das jetzt der richtige Zeitpunkt für ein Geständnis.“ Als die beiden mutmaßlichen Wohnungseinbrecher einfach weiter schwiegen, ließ die Kammer das Festnahmeprotokoll verlesen – ein aufschlussreiches Dokument. Danach stieß die Polizei bei der Stürmung der Wohnung des Angeklagten G., der aus Albanien stammt, auf vier gepackte Koffer mit Diebesgut und im Flur der Wohnung auf einen zum Transport fertiggemachten Kühlschrank.

Als man den Eisschrank öffnete, fiel den Beamten ganz ordentlich eingepackte Diebesware entgegen, darunter die wertvollen Nikons und Canons, Fotoblitze, Objektive, aber auch Handys, Tablets oder MacBooks waren sachgerecht zum Abtransport verstaut.

In der Küche fanden sich auf dem Tisch frische Frühstücksreste, die Fenster standen noch weit offen, die Bande war verschwunden, zwei Täter wurden festgenommen.

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