Mit viel Liebe ein zweites Zuhause bieten

Von: Martina Rippholz
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Stolberg. Dieses Zimmer ist zum Toben gemacht. Eine riesige Matratze mit Decken und Kissen in der einen, ein faltbares Spielzelt in der anderen Ecke. Dazwischen ein buntes Sammelsurium aus Bauklötzen, Spielzeugautos und Kuscheltieren. Und mittendrin Franziska, Finja, Julie, Lia und Oscar.

Sie laufen kreuz und quer durch den kleinen Raum des Einfamilienhauses. Sie tragen Gegenstände umher, lassen sich auf die Matratze fallen und fühlen sich - das ist unschwer zu sehen - pudelwohl. Die fidelen Kleinen sind keine Geschwister, die durch das Heim ihrer Eltern toben. Sie alle spielen im Haus von Burga Beckers. Und die 56-jährige Stolbergerin ist Tagesmutter.

Seit Februar 2008 betreut Beckers tagsüber Kinder von Eltern, die berufstätig sind und ihren Nachwuchs schon vor dem dem Kindergartenalter unterbringen wollen oder müssen. Und derzeit sind diese Kinder eben Franziska, Finja, Julie, Lia und Oscar - zwischen 14 Monaten und zweieinhalb Jahren alt.

„Dass ich heute Tagesmutter bin, war ein bisschen vorherzusehen”, sagt Beckers. Damit meint sie ihren Lebensweg. Sie selbst ist in einer Großfamilie mit vielen Geschwistern groß geworden. Sie wurde Kinderkrankenschwester. Den Beruf mit Kontakt zu vielen fremden Kinder musste sie später aufgeben, denn die eigenen kamen - sechs an der Zahl.

Heute sind alle Sechs erwachsen. Burga Beckers wollte deshalb wieder arbeiten, mit Kindern natürlich. Sie gab Geburtsvorbereitungskurs, arbeitete in einer Kindertagesstätte als Köchin und Hauswirtschafterin mit starker pädagogischer Ader. Und im September 2007 begann sie schließlich mit ihrer Ausbildung zur Tagesmutter.

Burga Beckers kümmert sich liebevoll um die Kleinen. Sie hat die Erfahrung und das Gespür für den Umgang mit Kindern. Das merkt man. Die kleine Finja ist heute müde und quengelig. Da ist eine „Schmuseattacke” von der Tagesmutter genau das Richtige.

Nur eine Sache macht Beckers manchmal Sorgen: „Dass ich krank werde”, sagt sie. „Dann ist es sehr schwierig, eine Ersatzbetreuung zu finden. Ich halte mich also fit, so gut es geht.”
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