Mit Stein von hinten niedergeschlagen

Von: wos
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Stolberg. Im Hammerprozess gegen den 18-jährigen Guido M. hat am Montag das erste Opfer, eine zur Tatzeit im März 2012 erst 15-jährige Schülerin, ausgesagt. M. ist wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung an zwei jungen Frauen vor einer Jugendkammer am Aachener Landgericht angeklagt.

Er soll eine von ihnen mit einem Hammer beinahe getötet haben, die andere soll er mit einem Steinniedergeschlagen haben. Am ersten Verhandlungstag hatte das 16-Jährige Opfer des zweiten Überfalls vom Juni 2012 ausgesagt.

Jetzt schilderte das erste Opfer vom März letzten Jahres im Zeugenstand, was ihr passiert war. Sie habe sich damals gegen 21 Uhr auf dem Nachhauseweg befunden, als sie plötzlich von hinten überfallen wurde. Sicherlich sei der Weg einsam des nachts, bestätigte sie dem Gericht auf Nachfrage. Doch Angst habe sie auch an diesem Abend nicht gehabt, ansonsten treffe man dort viele Hundebesitzer, die mit den Tieren dort Gassi gehen.

Sie sei an einer Bank vorbeigegangen, auf der ein junger Mann saß. „Ich war 10 bis 15 Meter vorbei, da spürte ich einen Schlag auf den Hinterkopf“, schilderte sie. Der Täter hatte ihr von hinten einen massiven Stein auf den Schädel geschlagen, sie viel auf den Rücken „eher aus Schreck“, wie sie sagte. Der Täter stand vor ihr, sie trat heftig nach ihm. Da habe der Gott sei Dank reiß aus genommen. An dem Stein fand sich die DNA des jetzt angeklagten Guido M., der bis jetzt die Vorwürfe abstreitet.

Als weiterer Zeuge berichtete am Montag ein enger Freund des Angeklagten und schilderte, wie der sich in der Zeit zwischen dem letzten Tatzeitpunkt und seiner Festnahme Anfang Juli 2012 verhalten habe. Eine entscheidende Rolle spielt hier ein MP3-Player, der vom zweiten Opfer als der ihre wiedererkannt wurde. M. hatte behauptet, er habe den IPod zusammen mit seinem kleinen Neffen gefunden. Eine Engelsfigur als Schlüsselanhänger, der ebenfalls aus dem zweiten Raub stammen soll, habe der Freund bereits vorher besessen, erklärte der Zeuge. Der Prozess geht Donnerstag weiter.

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