Mit Spanien beginnt Stolbergs Tradition

Von: Mischa Wyboris
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Stolberg Olé: Flamenco und Tapas sorgen am Abend im Kupferhof für einen guten Vorgeschmack auf das Pfingstwochenende. Foto: M. Wyboris

Stolberg. Erst China, dann Brasilien, jetzt Spanien. Wenn der dritte Teil der Kupferstädter Kulturveranstaltung „Stolberg goes...” am Pfingstwochenende vom 29. bis 31. Mai rot-gelbe Euphorie versprüht, dürfte neben landestypischer Musik, Kunst und Gaumenfreuden auch der Humor nicht zu kurz kommen.

„Man behauptet, dass ich meinen Akzent bewusst einsetze, um die persönliche Note zu wahren”, rückt Schirmherr J. Luis Alvarez mit spanischem Sprach-Charme die Tatsachen zurecht, „aber ich kann Sie beruhigen: Akzent und grammatikalische Fehler sind echt!”

Beim inoffiziellen Auftakt des Festivals „Stolberg goes España” haben sich Sponsoren, Beteiligte und Gönner im Kupferhof Rosental zusammengefunden und lauschen dem Vortrag Alvarez´, der das Kunststück vollbringt, Spaniens Historie in eine Fußballhalbzeit zu zwängen. „Ich möchte Ihnen ein paar Geschichtshäppchen servieren”, beginnt er seine Reise, die von einem ständigen Augenzwinkern begleitet wird. „España es diferente - Spanien ist vielfältig”, lautet sein Fazit über die viel geliebte Heimat, über die Alvarez eine Menge erstaunlicher Fakten bereit hält: so zum Beispiel, dass 58 Millionen Touristen 2007 das Land besucht haben - deutlich mehr Menschen, als das Königreich Einwohner hat.

Alvarez erzählt vom Traum eines jeden Spaniers, ein Eigenheim zu besitzen und - als ob das nicht schon genug wäre - auch noch eine Wochenendwohnung sein Eigen zu nennen. Das Ergebnis solch iberischer Bescheidenheit: Im Schnitt habe jeder Haushalt 1,6 Eigenheime. „80 Prozent der Menschen denken bei Spanien an lange Strände, alle dicht mit Palmen gesäumt; Sangria, Flamenco und schönes Wetter sind Selbstverständlichkeiten”, lässt Alvarez den Zuhörer sich ertappt fühlen.

Dass das Land daneben eine interessante Geschichte, allem voran aber interessante Menschen hervorbringt, weiß nicht nur Alvarez, sondern auch der Stolberger Bürger, wenn er einen der seit fast 50 Jahren in der Kupferstadt lebenden Spanier kennengelernt hat. Alvarez betrachtet sie seit langem als „vollständig integriert”.

Integrieren in die Feierlichkeiten wird sich auch die traditionelle Parade. „Die könnte noch musikalische Unterstützung gebrauchen”, sagt Kulturmanager Max Krieger. „Derzeit liegen wir bei 300 Metern, bei Stolberg goes Brazil waren es 600 Meter!”

„In Stolberg zeigen wir, wie weltoffen wir wirklich sind”, kündigt Bürgermeister Ferdi Gatzweiler an und verweist auf guten, alten rheinischen Veranstaltungsbrauch: „Beim ersten Mal ist es nur der Anfang, beim zweiten Mal eine dauernde Übung, und beim dritten Mal ist es Tradition.” - „Stolberg goes España” kann also kommen!
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