Mit Rückenwind den Blick nach vorne gerichtet

Von: oha
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Andrang im Wahllokal, hier Stimmbezirk 1701 in der Büsbacher Grundschule, gab‘s zumeist nach den Gottesdiensten. Um 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung in der Kupferstadt bei 30,49 Prozent. Foto: J. Lange

Stolberg. Die Bundestagswahl 2013 ist Geschichte. Die Christdemokraten konnten sich überall in der Republik als Sieger feiern lassen, die FDP ist auch dem Bundesparlament verschwunden. Auch in Stolberg hat die Zeit der Wahlanalysen begonnen.

„Die Eckdaten sind in Stolberg wie im Bundestrend“, stellte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler (SPD) am Montag fest. Einen Tag nach der Bundestagswahl gilt sein Blick bereits der Kommunalwahl im kommenden Frühjahr: „Ich bin mir sicher, dass die SPD dann ein besseres Ergebnis erzielen wird.“ Die Genossen seien in den zurückliegenden Jahren stets die treibende Kraft im Rathaus gewesen.

Zahlreiche positive Maßnahmen habe man in dieser Zeit einleiten können. Gatzweiler gibt für die Kommunalwahl deshalb nur ein Ziel aus: „Wir wollen wieder stärkste Partei im Kommunalparlament werden.“ SPD-Fraktionschef Dieter Wolf pflichtet seinem Bürgermeister bei: „Wir müssen in den verbleibenden Monaten bis zur Wahl zielstrebig für die Bürgerinnen und Bürger von Stolberg arbeiten. Dann werden wir auch nach der Wahl die treibende Kraft im Rathaus bleiben.“

Dr. Tim Grüttemeier, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat, freut sich, dass seine Partei bei der Bundestagswahl in Stolberg mehr als 40 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte. Selbst im Stimmbezirk Steinfurt, „eigentlich kein klassischer CDU-Bezirk“, habe der CDU-Kandidat, Helmut Brandt 46 Prozent der Stimmen geholt. Der Wähler haben offenbar anerkannt, „dass sich Helmut Brandt um die Region kümmert“.

Auch wenn bei der Kommunalwahl die Karten neu gemischt werden: „Das Ergebnis gibt uns natürlich Rückenwind“, freut sich Dr. Grüttemeier. Er gibt aber auch zu bedenken: „Wir dürfen uns jetzt nicht zufrieden zurück lehnen, sondern müssen mit guten Kandidaten gute Politik machen.“ Wer denn nun der Bürgermeisterkandidat der CDU für die Kommunalwahl wird, lässt sich Grüttemeier zum jetzigen Zeitpunkt nicht entlocken: „Den wird der Parteivorstand am 10. Oktober benennen.“

„Das Ergebnis ist enttäuschend“, zog gestern Dr. Franz-Josef Ingermann (Grüne) noch einmal ein Fazit der Wahl. Die Grünen auf Bundesebene hätten einfach die falschen Themen in den Vordergrund geschoben. Als Beispiel nennt Ingermann den „Veggie Day“. Stattdessen hätte man sich auf Kernthemen wie Umwelt- und Klimaschutz konzentrieren sollen. Außerdem sei es Zeit, jüngeren Politikern die Parteispitze zu überlassen. Auch auf Kommunalebene will Ingermann jetzt massiv um neue Mitglieder werben: „Wir brauchen einfach mehr engagierte Kandidaten und sachkundige Bürger.“

Fraktionschef Bernhard Engelhardt zeigte sich enttäuscht über das Ausscheiden seiner FDP aus dem Bundestag. Für die Kommunalwahl könne es nur heißen: „Jetzt erst recht. Wir brauchen einfach eine liberale Kraft im Lande und in der Stadt.“

Mathias Prußeit gibt für Die Linke die Forderung aus, nächstes Jahr mit drei Leuten in den Rat einzuziehen: „Das ist unser nachdrückliches Ziel.

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