Stolberg - Mit Pausen-Express fit bleiben

Mit Pausen-Express fit bleiben

Von: Heike Eisenmenger
Letzte Aktualisierung:
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Der „Altersanzug” gehört zu den Attraktionen bei den Sicherheitstagen von Dalli/Mäurer+Wirtz, die heute zu Ende gehen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Auf einen Schlag ist Friederike Hartel über 30 Jahre gealtert: Die Arthrose in den Gelenken macht das Gehen beschwerlich, und in dem allgemeinen Stimmengewirr bei den „Sicherheitstagen” fällt es ihr schwer, einer Unterhaltung zu folgen.

„Schlecht zu sehen und zu hören war für mich das Schlimmste. Das hätte ich nicht gedacht, wie groß der Unterschied ist”, beschreibt die 51-Jährige ihre Empfindungen im „Altersanzug”, der bei den „Sicherheitstagen” von Dalli/Mäurer+Wirtz im Fokus steht.

Denkanstöße geben

Bei den Sicherheitstagen sind Firmen aus Region involviert. Im Zentrum der dreitägigen Aktion steht die Unfall- und Gesundheitspräventionen der Mitarbeiter des Stolberger Traditionsunternehmens. Es werden auch Denkanstöße mit auf den Weg gegeben, erläutert Betriebsratsvorsitzender Karl-Josef Emonds.

Denkanstöße in der Art, sensibler für die Bedürfnisse alter Menschen zu werden und zu verstehen, warum etwa die Rentnerin an der Kasse im Supermarkt so lange für das Bezahlen braucht und schier endlos nach Kleingeld sucht.

Das ist eine Situation, die Hartel mit Hilfe des Altersanzuges genau nachvollziehen kann: „Als ich aufgefordert wurde, zwölf Cent aus der Börse zu nehmen, war das echt schwierig, weil ich die Geldstücke nicht genau erkennen konnte und auch nicht abtasten konnte”, erzählt die Dalli-Mitarbeiterin mit Blick auf die Spezialhandschuhe, die das Feingefühl in den Fingern beeinträchtigen. Der Anzug soll ein Alter von etwa 80 Jahren simulieren - vitale Senioren ausgenommen.

Wie Hartel, so ist auch Geschäftsführer Markus Kessler neugierig darauf, den Altersanzug zu testen und lässt sich bereitwillig die Spezialmanchetten anlegen und den Spezialhelm überstülpen. Das Visier des Helmes ist so konzipiert, dass es das natürliche Blickfeld einengt.

Das schlechtere Sehen, eine gewisse Unschärfe und der Verlust der Fähigkeit, Farben zu unterscheiden, wird durch eine Eintrübung der Linse verursacht, was mit eine Folge der jahrelangen UV-Strahlung auf die Netzhaut ist. Darum ist zur Prävention eine gute Sonnenbrille unbedingt sinnvoll - ein Ratschlag, den gerade junge Menschen beherzigen sollen.

Eine Prävention auf einer anderen Ebene ist der „Pausenexpress”. Sportwissenschaftler Thomas Hohr besucht während der Sicherheitstage die diversen Abteilungen des Unternehmens und turnt den Mitarbeitern am Fließband bzw. am Schreibtisch einfache Dehnübungen vor, die helfen, fit zu bleiben.

„Das Konzept wurde an der RWTH entwickelt”, erklärt der 35-Jährige. Vielleicht schafft es die Idee vom „Pausenexpress” ja fest im Präventionsprogramm von bei Dalli/Mäurer+Wirtz aufgenommen zu werden. Bei der „Mobilen Massage” war das der Fall.

Die Idee der Sicherheitstage vor einigen Jahren kam bei der Geschäftsleitung so gut an, dass seither alle 14 Tage ein Masseur Verspannungen der Mitarbeiter wegmassiert.
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