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Mit Närrischem Frühschoppen Herzen erobert

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Die KG Sündenböcke vereinten bei ihrem Närrischen Frühschoppen eine Menge Narren auf der Bühne. Humor und Comedy nach Art des Hauses brachten die Zuschauer von Beginn an in Stimmung. Foto: C. Hahn
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André Hennecken übernahm mit seiner Rede als „Baubischof“ Tebartz van Elst die Rolle des Eisbrechers. Er hatte tolle Vorschäge mitgebracht, wie Breinig verschönert werden könnte. Foto: C. Hahn

Stolberg-Breinig. Satte Konsumenten, die sich von der Bühne herab bespaßen lassen – nicht in Breinig! Da drängen sich die Narren auf dem Schulhof an der Stefanstraße, um ja nur rechtzeitig in der Halle nebenan zu sein und einen der begehrten Plätze auf den Holzbänken zu erhalten.

Denn der närrische Frühschoppen der KG Sündenböcke, im Grunde eine komplette Sitzung ohne Elferrat und sonstige Elemente des sonst üblichen Zeremoniells, ist ein jecker Markenartikel und als solcher begehrter als der Zugang zum „Tierischen Ernst“ in Aachen.

Und so versammelten sich auf den Bänken und um sie herum schon vor dem offiziellen Beginn um 11.11 Uhr derart viele Menschen, Bürgermeister Tim Grüttemeier und seine Stellvertreterin Karina Wahlen eingeschlossen, dass es dem Zeremonienmeister schon etwas schwer fiel, den Gastgebern beim Einzug den Weg zu bahnen.

Denn zuerst einmal wendeten Ober-Sündenbock André Hennecken und seine Mitstreiter viel Mühe auf, in der drangvollen Enge ihre Fans aufs Neue zu erobern. Er selber übernahm, ein noch nicht mal auf den ersten Blick naturblondes „Barbie Girl“ an der Seite, die Rolle des Eisbrechers und präsentierte als „Baubischof“ Tebartz van Elst aufgrund seiner Limburger Erfahrungen den Breinigern tolle Vorschläge, wie denn ihr Ort und die ganze Stadt Stolberg aufzubrezeln seien. Der Bastinsweiher im Zentrum der Kupferstadt soll zum Beispiel Erlebnisbad werden, und auch das Rathaus blieb nicht von der Umgestaltungswut des ehemaligen Limburger Oberhirten verschont.

Humor und Comedy nach Art des Hauses; Das war in der Tat ein Programmpunkt, mit dem die Organisatoren bei ihren in der Halle dicht auf dicht zusammengerückten Anhängern der Gesellschaft punkten konnten. Dass sie die Bühne mit Unterstützung des Trommler- und Pfeiferkorps und großem Tross, darunter dem am Sonntag zuvor gekrönten Kaiserpaar Thomas (Weiss) und Diana (Klein) sowie den Senioren-Majestäten Leo (Simons) und Marianne (Köttgen), dem Mädchen-Ensemble „Zicken“, Mariechen Florina und vielen anderen Kräften stürmten und ganz ausfüllten: Auch das hat die Sündenböcke den Herzen der Breiniger Jecken um Etliches näher gebracht.

Unterstützung war sogar aus der bayerischen Landeshauptstadt München gekommen: Die Truderinger Böllerschützen (Kaiser Thomas war vor seiner Übersiedlung ins Rheinland ihr Brudermeister) reisten mit einer großen Abordnung an und erwiesen sich als sympathische Botschafter bajuwarischer Lebensart. Ein besonderes Kompliment machte mit Jürgen B. Hausmann alias Beckers ein karnevalistischer Vollprofi den Ausrichtern und ihren Gästen: „Eigentlich muss ich ja noch nach Brand – aber ich glaube, ich bleibe hier.“

Im Gegenzug waren die Aktiven der Prinzengarde Brander Stiere gen Breinig gezogen, ebenso wie die Tanzgarde aus Aachen-Richterich und die Rheinmatrosen aus Köln-Mülheim.

Big Maggas, Karamba Männcher und – aus Hergenrath in Ostbelgien – Promi Bröör sorgten darüber hinaus dafür, dass die Stimmung auch nicht um ein Zehntelgrad abkühlte.

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