Mit Mahnwache Opfer der Reichspogromnacht gedenken

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In Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse der Reichspogromnacht laden die Gruppe Z und das Stolberger Bündnis gegen Radikalismus zur Mahnwache ein.

Stolberg. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 verwüsteten SA und SS, die sich am Alten Markt gesammelt hatten, die beiden verbliebenen jüdischen Läden in Stolberg, die Schuhgeschäfte von Bernhard Wächter und von Sigmund Zinader.

Der Rest der Gemeinde war in der Zeit zuvor von den Nationalsozialisten bereits vertrieben worden.

In Erinnerung an die schrecklichen Ereignisse der Reichspogromnacht vor 78 Jahren laden die Gruppe Z und das Stolberger Bündnis gegen Radikalismus für Mittwoch, 9. November, ab 19.15 Uhr, zur Mahnwache vor das Haus Steinweg 78 ein.

An diesem Ort lebten einst jüdische Mitbürger. Wo heute Garagen stehen, befand sich der Betsaal der kleinen jüdischen Gemeinde. Im Jahr 1988 ist vor dem Haus aus Anlass der 50-jährigen Wiederkehr der Novemberpogrome eine Gedenktafel eingelassen worden.

Auch heute sind wieder Millionen Menschen in der Welt auf der Flucht. Auch ihnen gilt das Gedenken, das die Gruppe Z mit Vorträgen und Musik gestaltet. Alle Bürger sind eingeladen, am Mittwochabend für die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Krieg in der Welt Kerzen zu entzünden.

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