Mit Ideen Camp Astrid forcieren

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Stolberg. „Die meisten Unternehmer kennen den Stolberger Bürgermeister gar nicht“, konstatiert Dr. Tim Grüttemeier. Dabei habe die große Koalition die Wirtschaftsförderung eigens zur Chefsache gemacht, denn sie müsste das wichtigste Thema in dieser Stadt sein. „Aber Ferdi Gatzweiler kümmert sich nicht“, erklärte der Fraktionsvorsitzende der CDU bei einem Pressetermin.

Grüttemeier präsentierte Beispiele. „Dass Actimonda mit den meisten ihrer Angestellten die Kupferstadt in Richtung Aachen verlässt, hat der Stadtrat aus der Zeitung erfahren.“ Niemand habe sich darum gekümmert, dass die Krankenkasse in Stolberg bleibe. Durch eine lange geplante Straßenbaumaßnahme sei die Berzelius Bleihütte plötzlich von ihrem Lieferverkehr abgeschnitten gewesen. „Das geht doch nicht“, sagt Grüttemeier, der für die CDU als Bürgermeister kandidiert. Solche Maßnahmen müssten mit Unternehmen besprochen und abgestimmt werden. Ähnliches gelte für die Baumaßnahmen an Nachtigällchen und dem Werksverkehr für Schwermetall.

Eine mangelnde Kommunikation mit Industrie und Gewerbe legt der Fraktionsvorsitzende dem Bürgermeister ebenso zur Last wie seine Abwesenheit bei wichtigen wirtschaftspolitischen Veranstaltungen in der Region. „Dort ist der Stolberger Bürgermeister nie anzutreffen“, moniert Grüttemeier, der von seinen Gesprächen mit Vertretern der Stolberger Wirtschaftsbetriebe berichtet, Geschäftsführer und Inhaber würden es vermissen, dass sich der Chef der Wirtschaftsförderung regelmäßig kümmere.

In der Stadt mit der höchsten Arbeitslosigkeit in der Region müsse man sich aber im besonderen Maße für den Bestand der Betriebe und die Sicherung von Arbeitsplätzen engagieren, Kontakte aufbauen und pflegen sowie neue Ideen entwickeln, fordert Grüttemeier ein. So reiche es nicht, nur über den fehlenden Anschluss von Camp Astrid an die nahe Autobahn zu klagen, sondern es müssten alternative Möglichkeiten sondiert werden. „Wenn die Schnellstraße fehlt, hilft vielleicht die Schiene weiter“, verweist der Jurist auf die Idee, ein Güterverteilzentrum am Hauptbahnhof zu etablieren. Nach Informationen des Christdemokraten bestehe unter Stolberger Unternehmen ein Interesse an solchen Bestrebungen, die neue Betriebe in das Gewerbegebiet ziehen könnten. „Wenn man eine solche Chance hat, sollte man sich auch darum kümmern. So habe die IHK bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt, die Stolberg entsprechendes Potenzial bescheinige und den Hauptbahnhof als geeigneten Standort empfehle.

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