Stolberg-Mausbach - Mit „Hamet2” auf dem richtigen Weg

Mit „Hamet2” auf dem richtigen Weg

Von: Michael Grobusch
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Nicht nur etwas für Männer: Simone Huth zeigt Geschick mit der Feile. Foto: M. Grobusch

Stolberg-Mausbach. Manchmal entpuppt sich der gewählte Weg als Sackgasse. Das kann vor allem dann schwer wiegende Folgen haben, wenn Schüler auf ihrem beruflichen Werdegang davon betroffen sind. Um Enttäuschungen vorzubeugen und falsche Entscheidungen möglichst zu vermeiden, hat die Realschule Mausbach zum neuen Schuljahr die Berufsvorbereitung weiter vertieft.

Erstmals kommt in diesem Tagen das praxisorientierte Testverfahren „Hamet 2” zur Anwendung, das den beteiligten Neuntklässlern und deren Eltern eine Hilfe bei der Wahl des passenden Berufes bieten soll.

„Nicht immer bedeuten gute Noten im späteren Leben auch einen guten Job”, weiß Claudia Kranz. Wenn nämlich der ausgewählte Beruf nicht den Fähigkeiten und Talenten des Schülers entspricht, kann aus dem vermeintlichen Traumjob schnell ein Albtraum werden. Die Studien- und Berufswahlkoordinatorin der Realschule Mausbach setzt deshalb auf eine möglichst frühe und umfangreiche Berufsorientierung.

„Hamet 2” stellt in diesem Zusammenhang eine wichtige Komponente dar. Das Testverfahren zielt vor allem auf manuelle, praktische Fähigkeiten ab und weist in seiner abschließenden Beurteilung Stärken ebenso so aus wie die Notwendigkeit, auffälligen Schwächen mit einer zusätzlichen Förderung entgegenzuwirken.

Gemeinsam mit Marlene Weißen hat sich Claudia Kranz im Frühjahr dieses Jahres für „Hamet 2” fortbilden lassen. Fördergelder des Kreises Aachen machten den Einstieg in das Verfahren möglich, das seinen Ursprung Ende der 70er Jahre im Berufsbildungswerk in Waiblingen hatte und seitdem mehrfach weiterentwickelt worden ist.

Für die Neuntklässler in Mausbach bedeutet „Hamet”, das als Abkürzung für „handwerklisch-motorischer Eignungstest” steht, die Bewältigung von 25 verschiedenen Prüfstationen innerhalb eines Tages. Die ergeben nicht nur für die Jugendlichen neue Erkenntnis über das eigene Leistungsvermögen. „Auch wir als Lehrer profitieren ungemein, weil wir unsere Schüler in ganz ungewöhnlichen Situationen erleben und beobachten können”, berichtet Claudia Kranz. D

ie Motivation bei den Beteiligten ist ausgesprochen hoch, auch wenn die Ergebnisse nicht immer und bei allen den angestrebten Mittelwert 5 auf der Skala von 0 bis 10 erreichen. Geschick, aber mitunter auch Schnelligkeit sind beispielsweise gefragt, wenn es darum geht, Winkel zu setzen, Linien ohne Hilfsmittel fortzuführen oder Spiegelbilder von Vorlagen zu erstellen.
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