Stolberg - Mit der Vuvuzela lässt sich jeder Partner kleinkriegen

Mit der Vuvuzela lässt sich jeder Partner kleinkriegen

Von: dim
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Der „Lorman” Lorenz Böhme entlockte dem begeisterten Publikum reihenweise Lachsalven. Foto: D. Müller

Stolberg. Mit einer Vuvuzela ausgerüstet betrat Lorman, alias Lorenz Böhme, die Bühne der Gaststätte „The Savoy” und begrüßte die Gäste stimmungsvoll. Er hatte nach der Fußball-WM einen Restposten von 18500 der „Tröten” erstanden, da diese vielfältig einsetzbar sind.

So lasse sich beinah jede Veranstaltung mit den Vuvuzelas akustisch aufwerten, und man könne mit ihnen zum Beispiel wunderbar lästige Diskussionen mit dem Monatsabschnittspartner unterbinden...

Der Kabarettist präsentierte sein neues Bildungsprogramm „I hold it in the head not out” (frei übersetzt: „Ich halte es im Kopf nicht aus”) am Alter Markt. Zum großen Amüsement des Kupferstädter Publikums erging Lorman sich zunächst in einer „Hommage” an seine Wahlheimat Würselen: „Das hört sich erstmal scheiße an - ist es dann aber auch!” Selbst die Schwalben würden in Rückenlage über Würselen hinweg fliegen, um das Elend nicht mit ansehen zu müssen, erklärte Lorman, der auch gute Seiten an seiner Heimat fand: „Dort gibt es die Dauerausstellung âKörperweltenÔ, und manche Exponate leben sogar.”

An E-Piano, Gitarre und Bass

Das nächste „Loblied” auf das Reisen mit der Bahn lieferte einen Vorgeschmack auf das weitere Programm, das vom scherzenden Mittvierziger hinreißend musikalisch gestaltet wurde. An E-Piano, Gitarre oder Bass begleitete Lorman sich immer wieder singend durch den Abend.

Großartig intonierte er unter anderem die neue Hymne der Partei „Die Linke”, die sich als Medley weltbekannter Hits entpuppte. Neben Lou Reeds „Take a walk on the eastside” verarbeitete der Kabarettist Weisen wie „O Zone mio” und „Don´t cry for me Sachsen-Anhalt”.

Lorman zeigte sich dankbar für die jüngsten „Wikileaks”-Enthüllungen, denn: „Wer hätte ahnen können, dass unser Außenminister unfähig und arrogant ist?” Seinerseits deckte er den Unterschied zwischen einem Buddhistischen Standesamt und dem Statistischen Bundesamt gnadenlos auf. Er freute sich gemeinsam mit den Gästen über den Feierabend des „Pausenclowns Thilo” im „Zirkus Sarrazin” und offenbarte auch seine romantische Seite. In seinem Lied „Dann hat die Liebe gesiegt” beispielsweise träumt Lorman davon, dass Eva Hermann ihren Ladyshave an Alice Schwarzer verleiht.

Sympathisch gab er frank und frei zu, Angela Merkels Überhangmandate in ihrem neuen Hemd süß zu finden, während er darauf beharrte, im Falle Eva Hermann könne es sich bei Migräne ausschließlich um Phantomschmerzen handeln. Lormans Wortwitz („dass Rostock ziemlich trostlos ist, das Wismar”) und seine gekonnten Herbert-Grönemeyer-Parodien begeisterten das Publikum, das durchweg amüsiert reagierte.
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