Mit der Scheuer-Saug-Maschine durchs Hallenbad

Von: ds
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Kommt bestens zurecht mit der neuen Putzmaschine: Lutz Gärtner, Betriebsleiter des Hallenbads. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg-Münsterbusch. „Die Werte waren nicht mehr im grünen Bereich“, drückt sich die städtische Pressesprecherin Petra Jansen vorsichtig aus. „Hygienisch unvertretbar“ heißt es in der Vorlage, die dem Rat vorgelegt wird, wenn er am Dienstag tagt.

Der Fliesenboden im Hallenbad Glashütter Weiher wurde von der Sicherheitsbeauftragten der Stadt, Dr. Ingeborg Hausmann, unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Hygieneuntersuchung fiel „sehr schlecht“ aus. Deswegen wurde eine sogenannte Scheuer-Saug-Maschine gemietet. Die bisherige einfache Reinigung mit Schrubber und Hochdruckreiniger war „hygienisch unvertretbar“.

Die Mitarbeiter des Hallenbades hatten sich für eine Aufsitzmaschine entschieden, die gebraucht, jedoch werkstattgeprüft ist. Es sollte nunmehr getestet werden, ob das Reinigungsergebnis der Putzmaschine ohne Beanstandung und hygienische einwandfrei ist. Lutz Gärtner zieht nach dreimonatiger Miete ein positives Fazit. „Vorher haben wir geschrubbt, Reinigungsmittel eingesetzt und sind dann mit dem Hochdruckreiniger herangegangen. Jetzt erledigen wir mit der Maschine drei Schritte in einem. Das ist schonender für Fliesen und Fugen, hygienischer und auch eine Zeitersparnis“, sagt der Betriebsleiter des Hallenbads. „Eine größere Leistungsfähigkeit an den Flächen und eine intensivere Reinigungsleistung“ nennt Guido Weber vom städtischen Hochbauamt weitere Vorteile.

Die Reinigungsmaschine hat sich als sehr zuverlässig und hygienisch einwandfrei reinigend erwiesen. Die Anschaffungskosten hierfür betragen rund 7600 Euro, laut städtischem Fachbereich kostet ein Neugerät dieser Klasse weit über 10.000 Euro. Da die finanziellen Mittel nicht planmäßig beim beweglichen Anlagevermögen Hallenbad zur Verfügung stehen, müsste die Summe überplanmäßig bereitgestellt werden.

Da in diesem Jahr aber über diese Position bereits ein Beckenbodenroboter in Höhe von 6000 Euro angeschafft wurde, ist hier die Zustimmung des Rates, die durch eine dringliche Entscheidung ersetzt werden kann, erforderlich. Die Deckung der Ausgabe erfolgt durch eine Minderauszahlung bei der Einrichtung zur U3-Erweiterung in der Kita Mozartstraße.

Nun soll der Rat die von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und dem Ratsmitglied Bernd Engelhardt getroffene dringliche Entscheidung zur Bereitstellung von Ausgabemitteln in Höhe von 7600 Euro genehmigen, damit das Gerät gekauft werden kann. Durch jede weitere Woche entstehen 150 Euro Mietkosten.

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