Mit dem „Musikater“ auf der Suche nach neuen Klängen

Von: dim
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Den Kindern sieht man an, dass sie viel Spaß an der musikalischen Früherziehung haben. Foto: D. Müller

Stolberg. An der Frankentalstraße ist der „Musikater“ los. Neun Kinder tanzen heute im Kreis, bewegen sich rhythmisch zu einer Geschichte vom „Musikater“ und der „Tripptrappmaus“. Mittendrin sind „Musikater“-Stoffpuppen und vor allem Nino Matcharashvili.

Sie ist ausgebildete Fachfrau für Allgemeine Musikerziehung (AME), und so dauert es auch nicht lange, bis die ersten Instrumente ins Spiel kommen: Die Kleinen entlocken Rahmentrommeln, Holzstäben und Holzblock sowie Xylophon Töne und haben sichtlich Freude dabei.

„Seit September letzten Jahres bieten wir diese musikalische Früherziehung an und sind sehr froh, dass wir Frau Matcharashvili als Kursleiterin gewinnen konnten“, sagt Kantor Herbert Merz, Leiter der Musikschule an der Frankentalstraße.

Matcharashvili sei nicht nur eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der musikalischen Frühförderung, sondern betreue zudem noch Projekte in den integrativen Kindertagesstätten an der Wiesenstraße und dem Pirolweg. „Der neue Kurs ist hauptsächlich für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren gedacht, die in der Musikschule erfahren, dass Musik mit Bewegung, Sprache und Bildern in Beziehung steht“, beschreibt Merz, wie einerseits Geschichten zu Klängen werden, andererseits Lieder zu Tanz und szenischem Spiel.

„In Verbindung mit dem Standardwerk ,Musik und Tanz für Kinder‘, aus dem auch der ,Musikater‘ stammt, möchten den Spaß an der Musik ganzheitlich vermitteln.“ So werde im Rahmen der musikalischen Früherziehung ebenfalls gemalt und gebastelt, durch Kinderhefte, Bilder- und Kreativbücher, CDs und Elterninfos auch das Zuhause der Kinder mit einbezogen.

Der Kurs sei im Optimalfall auf zwei Jahre angelegt, in denen die Kinder rhythmische und melodische Erfahrungen mit ihrer Stimme und Instrumenten im Sinne des Schulwerks nach Carl Orff machen. „Wichtigstes Ziel ist es, die Kinder zunächst zum bewussten Hören anzuregen“, sagt Merz. „Durch Tanz und szenisches Spielen erleben die Kleinen außerdem den eigenen Körper, fühlen den Rhythmus und lernen mit der Zeit, ihre Bewegungen immer besser zu koordinieren.“

Mit fortschreitender Kursdauer erlenen die Kinder in maximal zwölfköpfigen Gruppen Lieder, erfahren ihre eigene Stimme als Instrument und sollen dabei für unterschiedliche Klangfarbe sensibilisiert werden. Die Kleinen machen erste Erfahrungen mit verschiedenen Instrumenten, bauen einfache sogar selbst, und lernen Notenwerte wie Tonhöhen zu unterscheiden. „Wenn Kinder sich entscheiden, ein Instrument spielen zu wollen, macht die musikalische Früherziehung den Einstieg auf jeden Fall leichter“, betont der Leiter der Musikschule Merz.

Am Ende des Kurses könnten die jungen Teilnehmer natürlich auch diverse Instrumente ausprobieren. „Nino Matcharashvili, die die Kleinen dann ja schon seit zwei Jahren kennt, hilft gerne individuell dabei, die passenden Instrumente für interessierte Kinder zu finden“, verspricht Merz. Das neue Angebot der musikalischen Frühförderung in Stolberg komme bei Kindern und Eltern gut an. So gut, dass die Musikschule Merz schon in dieser Woche einen zweiten Kurs anbietet, bei dem Kindern entweder sofort, oder auch in den nächsten drei bis vier Wochen einsteigen können.

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