Mit dem „Dickkopf” zu den großen Preisen

Von: Toni Dörflinger
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Ein Herz und eine Seele: Svenj
Ein Herz und eine Seele: Svenja Dobbelstein und ihr Pony „Erf- Mirabeau” sind ein erfolgreiches Team. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Gressenich. Das Verhältnis zwischen der elfjährigen Fuchsstute Erf-Mirabeau und der 13-jährigen Svenja Dobbelstein ist von Harmonie und gegenseitiger Akzeptanz geprägt. Schließlich sind sie ein eingespieltes Team und haben wie zuletzt bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld schon gemeinsam so manche Preise eingeheimst.

Wie berichtet konnte Svenja dort den Einfachen Reiterwettbewerb für sich entscheiden und als Trophäe den begehrten Star-Equipe-Jugend-Cup entgegen nehmen.

„Auch wenn beim Training nicht immer alles auf Anhieb klappt - Erf-Mirabeau ist ein liebevoller Dickkopf und geht schon mal ihre eigenen Wege - ist unsere Zusammenarbeit beim Wettbewerb bestens. Sie ist nämlich ein kluges Tier und weiß im entscheidenden Moment worauf es ankommt”, schwärmt Svenja Dobbelstein, die seit März die eigenwillige, aber smarte Fuchsstute unter ihre Fittiche genommen hat. Wenn Erf-Mirabeau und die junge Nachwuchsreiterin trainieren oder sich auf einen Wettbewerb vorbereiten, spielen kurze Wege eine große Rolle.

Zucht seit Ende der 1980er Jahre

Kein Problem, schließlich gehört das Pony ihrer Mutter Claudia Dobbelstein und ist nur wenige Meter von ihrem Zuhause im eigenen Zuchtstall untergebracht. Einen Zuchtstall, den Claudia Dobbelstein, die sich der Züchtung von Welsh-Ponys und der sich daraus ergebenen Mischungen verschrieben hat, seit Ende der 1980er Jahre betreibt: anfänglich in Zweifall und später in Gressenich. „Mit Pferden bin ich aufgewachsen. Seit meiner Geburt sind sie mir vertraut. Ich habe immer ihre Nähe gesucht. Schon als Kleinkind bin ich unter ihren Bäuchen hindurch gekrabbelt”, versichert Svenja Dobbelstein, die als Achtjährige ihre Karriere als Schulreiterin startete. Unterrichtet wird Svenja von Manuela Hein, die Reitlehrerin auf Gut Branderhof ist. Dort nutzt Svenja auch ein Schulpferd. Wenn die 13-Jährige, die seit 2010 erfolgreich an regionalen Wettbewerben teilnimmt, sich auf solche vorbereitet, ist außer Mutter Claudia auch ein vierköpfiges, aus gleichaltrigen Freunden bestehendes Team gefordert. Sie - ein Junge und drei Mädchen - kümmern sich darum, dass Erf-Mirabeau die erforderliche Pflege erhält und die Nachwuchsreiterin über Startzeiten und Wertungsnoten der Konkurrenten informiert ist.

Allerdings das Flechten der Zöpfe - bei der Dressur ist es üblich, dass die Mähne des Startpferdes eingeflochten wird - übernimmt ihre Mutter. „Mutti kennt die dafür erforderlichen Kniffe”, lobt die Tochter, die sich freut, wenn ihr Pony kurz vor dem Wettkampf ein schickes Aussehen hat.

Bei Svenjas Klassenkameraden stößt ihr Hobby, das nach eigenen Worten längst einer tiefen Leidenschaft Platz gemacht hat, auf pures Unverständnis. „Egal ob Junge oder Mädchen, die reagieren nur mit albernen, teilweise verletzenden Sprüchen, wenn es um meine Reiterei geht”, beschwert sich die 13-Jährige, die die achte Klasse der Gesamtschule Langerwehe besucht und laut ihrer Mutter Claudia Dobbelstein eine gute Schülerin ist, die in ein paar Jahren das Abitur anstrebt.

Neben der Reiterei hat Svenja als weiteres Hobby auch das Schießen entdeckt. Schließlich ist sie seit kurzem Mitglied der Zweifaller St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft und hat dort Anfang Juni wie berichtet den Wettbewerb gewonnen, der ihr die Würde einer Jugendprinzessin einbrachte.

Mit der Stute zur Prinzessin?

Proklamiert wird die neue Prinzessin Mitte Juli anlässlich der Zweifaller Rochuskirmes. Sicherlich nutzt dann Svenja ihr Pony Erf-Mirabeau als standesgemäßen Untersatz?
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