Mit Altbausanierung lassen sich hohe Heizkosten einsparen

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
s2-altbau-bu
Beraten zum Themenkomplex Energetische Sanierung von Altbauten: Katharina Oebel von der Stadtverwaltung, Gerhard Weiß von der Verbraucherzentrale und Michael Stephan von Altbau plus (v. l.). Foto: D. Müller

Stolberg. Die Zahlen sprechen für sich: Mehr als 80.000 Gebäude in der Städteregion, das sind über 75 Prozent aller Häuser, sind aus Sicht des Energieverbrauchs „Altbauten”. Sie benötigen durchschnittlich drei bis vier Mal soviel Heizenergie wie modernere Häuser. Und eben diese macht den größten Teil des häuslichen Energiebedarfs aus.

Für Licht und Elektrogeräte werden nur etwa elf Prozent des Energiebedarfs eines Haushalts benötigt, zwölf Prozent zur Erzeugung von Warmwasser und ganze 77 Prozent zur Erzeugung von Raumwärme. Auf Diese Problematik macht die Ausstellungswoche „Verheizen Sie nicht Ihr Geld” der Verbraucherzentrale NRW und des Vereins „Altbau plus” aufmerksam, die am Montag im Stolberger Rathaus eröffnet wurde und bis Freitag zu sehen ist.

„In der Kupferstadt gibt es einen großen Altbaubestand. Es sind schöne und erhaltenswerte Häuser, die aber für die Eigentümer und die Bewohner sehr hohe Energiekosten verursachen und starke CO2-Produzenten sind”, erklärt Katharina Oebel, Leiterin der Abteilung Soziales und Wohnen bei der Stadtverwaltung. Energetische Sanierung helfe, dauerhaft Kosten zu sparen und den CO2-Ausstoß wirkungsvoll zu verringern.

Oebel weiß aus ihrer täglichen Berufspraxis, dass Interesse und Informationsbedarf zu der Thematik seitens vieler Eigentümer von Altbauten in der Kupferstadt in großem Maße vorhanden sind.

Referat am Donnerstag

Gerhard Weiß, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, referiert am Donnerstag, 17. Juni, um 18 Uhr im Rathaus zur Energetischen Altbausanierung mit den Schwerpunkten Gebäudehülle und Haustechnik. Anschließend steht die Expertin Dr. Dorit Classen vom Verein „Altbau plus” für individuelle Beratung zur Verfügung.

„Durch Dämmmaßnahmen an Gebäudehüllen sind Energieeinsparungen von bis zu 63 Prozent möglich und weitere zwölf Prozent können durch die Modernisierung der Heizungsanlage gespart werden”, stellt Weiß in Aussicht. Die Verbraucherzentrale bietet innerhalb ihres Programms „Mein Haus spart” auch Detailberatung vor Ort an.

„Wir kommen gegen eine Gebühr von 60 Euro ins Haus und beraten effizient im Objekt”, erläutert der Energieberater, der die geringe Gebühr in Verhältnis zu einer andauernden Energieersparnis von bis zu 75 Prozent setzt.

„Geringere CO2-Produktion und vor allem das hohe nachhaltige Sparpotenzial bedeuten zusätzlich natürlich eine Wertsteigerung der Immobilie und verbessert auch die künftige Vermietbarkeit enorm”, sagt Michael Stephan, Geschäftsführer von „Altbau plus”.

Der Verein verfolge mit der Beratung keinerlei wirtschaftliche Interessen, sondern sei ebenso unabhängig, objektiv und effektiv wie die Verbraucherzentrale.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert