Minister zeigt Interesse am neuen Netzwerk

Von: Jürgen Lange
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Deutschlands ranghöchster MIl
Deutschlands ranghöchster MIlitär im Gespräch mit den Vertretern der Netzwerke aus der Region (v.r.): General Volker Wieker, der Stolberger Ralf Daum, Jens Siebertz aus Eicherscheid und Marlis Böken aus Geilenkirchen. Foto: bw-k

Stolberg/Berlin. Sie sind kaum zwei Monate online, da erhalten die Macher des Netzwerkes der Bundeswehrkameradschaft eine persönliche Einladung des Generalinspekteurs der Bundeswehr.

General Volker Wieker will den Stolberger Ralf Daum und Jens Siebertz aus Eicherscheid und ihre Arbeit näher kennenlernen. Zwei Monate harte Aufbauarbeit liegen hinter dem Geschäftsführer und dem Produktmanager, die mit der Dolmetscherin Franziska Hagenah, Art Direktorin Susanne Sterl und Ideengeber Edgar Sanchez aus Amerika das Angebot der Seite im Internet weiter ausgebaut und vor allem Kontakte zu Verbänden und Hilfsorganisationen rund um die Soldaten und ihre Angehörige aufgebaut haben.

Die Geilenkirchenerin Marlis Böken, die nach dem Tod ihrer Tochter, der Gorch-Fock-Kadettin Jenny Böken, eine Stiftung zur Unterstützung von Angehörigen gefallener und dienstunfähigen Soldaten gegründet hat, stellte den Kontakt zum ranghöchsten deutschen Militär her. General Wieker informierte sich ausführlich im Vorfeld über das Angebot der Bundeswehrkameradschaft.

Sie bietet neben den üblichen Kennzeichen von sozialen Netzwerken wie Blogs und Chatrooms bis hin zur Übersicht und zum Kontakt militärischer Einheiten und ihren aktiven und ehemaligen Mitgliedern einen Überblick über Hilfsangebote, eine gezielte Jobbörse rund ums Militär bis hin zu Bonusprogramme. „Die Bundeswehrkameradschaft ist ein soziales Netzwerk, das aktive und ehemalige Soldten untereinander und mit ihren Familien verbindet”, sagt Daum, der selbst Stabsfeldwebel in der Aachener Truppenschule ist. Sein Chef, General Volker Ohm, sicherte dem bw-k-Team bereits im Vorfeld seine Unterstützung zu und gab nützliche Tipps für den Besuch im Berliner Bendlerblock.

Dort empfing der Generalinspekteur der Bundeswehr Ralf Daum und Jens Siebertz gemeinsam mit Marlis Böken zu einem zweistündigen Gespräch. „Das war für uns wie eine offizielle Anerkennung unserer Arbeit”, würdigt Zivilist Siebertz. „Wir sollen Hand in Hand mit den weiteren Hilfsangeboten und Verbänden zusammenarbeiten”, bilanziert Daum das Gespräch, das von einer freundlichen Atmosphäre und großem Interesse des Generals geprägt gewesen sei.

Das private Netzwerk solle zu einer umfassenden Plattform für alle Unterstützungsgruppen ausgebaut werden, um Synergieeffekte nutzen zu können. „Der Generalinspekteur sicherte uns seine Unterstützung zu”, so der Geschäftsführer. Während bw-k.de auch Werbung für neue rekutierende Soldaten übernehmen solle, werde die offizielle Internetpräsenz der Bundeswehr auf die Kameradschaft hinweisen und über sie berichten. „Das ist für uns der Durchbruch und die Anerkennung”, so Pressesprecherin Franziska Hagenah.

Beim anschließenden Tag der offenen Tür der Bundesregierung präsentierte sich die Bundeswehrkameradschaft auf dem Gemeinschaftsstand des „Netzwerk der Hilfe”, der Dachverband aller anerkannter Hilfsangebote, im Bundesverteidigungsministerium, wo die Stolberger Truppe zahlreiche neue Kontakte knüpfte und vertiefte, um Hand in Hand mit Verbänden, Institutionen und Vereine zusammenzuarbeiten.

Die Bedeutung des Netzwerkes würdigte auch Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière bei einem Besuch am Informationsstand, berichtet Daum stolz. Intensiv habe er anschließend in einem persönlichen Gespräch mit dem Adjutanten des Ministers, Kapitän zur See Carstgen Stawitzki, das weitere Vorgehen vertiefen können.

„Wir hatten die Gelegenheit, zu zahlreichen Gesprächen mit wichtigen Repräsentanten”, resümiert Ralf Daum. Beispielsweise mit Birgitt Heidinger, die Koordinatorin des Ministers für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und auch mit dem Wehrbeauftragten des Bundestags, Hellmut Königshaus, dem Leiter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge, Bernd Kästner. Auch der Generalinspekteur schaute noch einmal an dem Stand vorbei.

Bei einer Gedenkfeier und Kranzniederlegung am Marineluftschifferdenkmal L2 auf dem Columbiafriedhof in Berlin durfte der Stolberger gemeinsam mit Marlis Böken und weiteren Vertretern eine Würdigung sprechen.

Kaum aus Berlin zurück, sind die Mitglieder des bw-k-Teams auch schon wieder unterwegs. Am Donnerstag nahmen sie an einer Tagung von Bundeswehrmedizinern teil, in Kürze folgen Treffen mit Reservistenverbänden und auch bei einer Veranstaltung Biwak der Bundeswehr in Aachen wird sich die Kameradschaft präsentieren können.
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