Metallwerk hat sich von der Krise erholt

Von: gro
Letzte Aktualisierung:
kme-bild
Eine deutliche Zeit- und Kostenersparnis erhofft sich die Werksleitung von dem neuen Hochregal-Versandlager in Stolberg. Foto: M. Grobusch

Stolberg. „Die guten Nachrichten häufen sich”, stellt Leo Bergstein zufrieden fest. Der Leiter des Stolberger Metallwerks kann von einer Entwicklung des Betriebes im Herzen der Stolberger Innenstadt berichten, die einer Achterbahnfahrt gleicht.

„Erst ging es rasant runter, jetzt geht es rasant wieder bergauf.” Es ist eine Dynamik, die noch vor wenigen Jahren in die eine wie auch in die andere Richtung kaum vorstellbar gewesen wäre. Für die Zukunft erwartet Bergstein ähnliche Ausschläge - nicht so intensiv, dafür aber häufiger. Deshalb warnt er vor allzu großer Euphorie: „In dieser Branche muss man wachsam sein.”

Entsprechend zurückhaltend verhalten will man sich auch in Sachen Mitarbeiter-Entwicklung. Dennoch stellt die aktuelle Aufstockung des Personals eine kleine Sensation dar, wenn man bedenkt, dass noch vor anderthalb Jahren über Massenentlassungen an der Kupfermeisterstraße verhandelt und letztlich auch entschieden worden war. 70 Stellen wurden damals wegen fehlender Aufträge abgebaut, 49 Kollegen mussten das Haus unfreiwillig verlassen.

Zehn von ihnen hat das Stolberger Metallwerk jetzt zurückgeholt und mit unbefristeten Kontrakten ausgestattet. Eine Festanstellung haben zudem sechs Kollegen erhalten, die bislang nur über Zeitverträge verfügten. „Und weitere 13 Mitarbeiter haben wir zunächst bis Ende Dezember eingestellt”, so Leo Bergstein.

Berücksichtigt man zudem die Verstärkung der Auftragsentwicklung mit zwei Kolleginnen, die Verpflichtung eines Key Account Managers für die internationale Marktentwicklung und eines zusätzlichen Mitarbeiters in der Qualitätssicherung, hat das Metallwerk, das jetzt 268 Menschen beschäftigt, insgesamt ein beachtliches Paket geschnürt.

Die Geschäftsführung trägt damit dem Umstand Rechnung, dass die Zeitkonten wieder gut gefüllt sind und dank der guten Auftragslage, die sich mittlerweile fast schon bis Ende des Jahres abzeichnet, selbst mit deutlicher Mehrarbeit das Pensum nicht mehr zu schaffen gewesen wäre. In dieses Gesamtbild passt auch die bilanztechnische Prognose: Erstmals seit Jahren kündigt sich ein positiver Abschluss an.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert