Mensa-Erweiterung am Goethe-Gymnasium offiziell eingeweiht

Von: Robert Flader
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Kräftige Farben, eingepasst i
Kräftige Farben, eingepasst in die Natur rund um den Hang: Die neue Mensa im Erweiterungsbau des Goethe-Gymnasiums wurde gestern feierlich eingeweiht. Foto: D. Müller

Stolberg. Genau genommen wurde dieser „historische” Tag um einige Monate verschoben, aber was macht das schon, wenn man jahrelang wartet? Lange genug hatte das Goethe-Gymnasium sich auf diesen einen Tag vorbereitet, um seine neue Mensa - Verzeihung, seinen Erweiterungsbau - endlich einweihen zu dürfen.

Am Donnerstag war es endlich so weit und Schulleiter Bernd Decker ließ es sich nicht nehmen, den knapp siebenjährigen „Kampf” zu skizzieren, den seine Schule um das Millionenprojekt seit 2005 ausfechten musste. „Wenn man gebundenen Ganztagsunterricht etabliert, muss man auch die Voraussetzungen dafür schaffen”, lautete seine Botschaft an das NRW-Schulministerium. G8 sei konzeptionell richtig gedacht, man müsse aber auch „die entsprechende Qualität” anbieten.

Für die „Ganztagsoffensive G8” sei seine Schule nun erst, zwei Jahre, nachdem der Stadtrat den Bau des Erweiterungsbaus beschlossen hatte (März 2010), wirklich gerüstet. „Das war der entscheidende Qualitätsschub für uns”, sagte ein sichtlich stolzer Bernd Decker.

In den neuen Hallen des „Goethe” ginge es, so erklärte es der Schulleiter, ohnehin nicht nur um Essen. „Wir haben hier Aufenthaltsräume für Hausaufgabenbetreuung und verschiedene Kurse. Gerade Kinder aus bildungsferneren Schichten, die so etwas Zuhause vielleicht nicht zu sehen bekommen, profitieren davon. Und das ist der Kern des Ganztagsunterrichts.” Das richtige Besteck ist also noch lange nicht alles in der neuen Mensa.

Auch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler erinnerte an die vielen Diskussionen im Vorfeld. „Eigentlich dürfte es die Mensa so gar nicht geben.” Dennoch hätten sich Schule und Stadt nicht von den „finanziellen Fesseln” abschrecken lassen und und „mit viel Herzblut” für den Erweiterungsbau gekämpft.

Was das Gebäude an der Walther-Dobbelmann-Straße so besonders mache, erklärte Architekt Klaus Bernardi: „Durch die großen Fensterpartien wird die Atmosphäre der umliegenden Grünanlage gewissermaßen ins Gebäude geholt.” Kräftige Farben sollen den Bau vor allem für seine jungen Nutzer attraktiv machen.

Als die offizielle Schlüsselübergabe erfolgte, das Goethe-Gymnasium nach einem knappen Dreivierteljahr auch „rechtmäßig” neuer Eigentümer des Erweiterungsbaus wurde, stimmten alle, Schulchor, Lehrer und die Lokalpolitiker in den Refrain ein: „What will life be without a mensa...?”

Das „Goethe” hat die Antwort darauf jahrelang geben müssen. Nun ist sie nicht mehr nötig.
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