Meisen holen sich Futter bei ihren Holzbrüdern an den Tagesstätten

Von: Dirk Müller
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Walter Schumacher, Leiter der Holz-Hobby-Werkstatt, zeigt einen der etwa 40 „Futtervögel“ für Stolberger Kitas. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Holz-Hobby-Werkstatt des städtischen Seniorenbeirats macht den Stolberger Kindertagesstätten in diesem Jahr ein besonderes Geschenk.

„Wir haben für die Kitas rund 40 Futtervögel hergestellt, in deren Mitte Meisenknödel eingesetzt werden können“, beschreibt Walter Schumacher, Leiter des Treffs, bei dem „Handwerker 60 plus“ einmal wöchentlich zusammenkommen, um mit Holz zu arbeiten. Insgesamt seien es mehr als zehn, und sieben bis acht würden jede Woche mehrere Stunden miteinander verbringen und werkeln.

Die „Futtervögel“ sind schön anzuschauen, und mit einem praktischen Stab können die Meisenknödel fixiert werden. Und die Holzvögel funktionieren, wie Schu­macher beteuert: „Ich habe sie im eigenen Garten ausprobiert. Die Meisen haben keine Berührungsängste, sie akzeptieren ihre Holzbrüder und lassen sich das Futter schmecken.“

Ein weiteres Produkt der Holz-Hobby-Werkstatt ist ab Samstag bei der großen Krippenausstellung im alten Rathaus zu sehen. „Wir haben bewusst keine Krippe, die Zierrat ist, sondern eine echte Kinderkrippe gebaut“, erklärt Schumacher. Die Figuren seien zum Anfassen gedacht, und Kinder dürften sie verschieben und umpositionieren.

Neben Arbeiten an eigenen Projekten der Mitglieder – wie kunstvolle Buddelschiffe – haben die Senioren auch ihre Werkstatt im Gebäude des Jugendtreffs „Westside“ umgestaltet.

Im kommenden Jahr planen die Mitglieder der Werkstatt, Nistkästen und Futterhäuschen herzustellen. „Diese sollen sowohl funktional als auch optisch ansprechend sein und entweder wieder für Stolberger Kitas oder diesmal für Grundschulen sein.“

Doch bei aller Produktivität des Werkstatttreffs soll die Holzarbeit ein Hobby bleiben, betont Schumacher.„Für die Senioren, die ihr Arbeitsleben bereits hinter sich gelassen haben, stehen der Spaß und die Geselligkeit im Vordergrund. Es ist wichtig, dass uns auch Zeit für Gespräche bleibt.“

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