Mehrgenerationenhaus: Begegnungen von Jung und Alt fördern

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Gemeinsam voneinander lernen: Das Helene-Weber-Haus leistet mit seiner generationenübergreifenden Arbeit einen wichtigen Beitrag für die Kommune. Foto: L. Beemelmanns

Stolberg. Das Helene-Weber-Haus darf sich freuen, denn das bis Ende 2016 laufende Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser II“ geht auch mit dem Jahreswechsel weiter. Für das neue Bundesprogramm, das zunächst bis 2020 laufen soll, ist ein möglichst umfangreicher Erhalt der bisherigen Standorte und Trägerstrukturen beabsichtigt.

Helmut Brandt, CDU-Bundestagsabgeordneter für die Städteregion, zeigte sich angesichts dieser Entwicklung erfreut. „Damit erhalten die bereits bestehenden Mehrgenerationenhäuser für die Folgejahre Planungssicherheit,“ sagte er und hob die wertvolle Arbeit, die Mehrgenerationenhäuser in den Kommunen leisten, hervor.

„Sie haben sich in den Gemeinden, Städten und Landkreisen zu einem unverzichtbaren Bestandteil im sozialen Miteinander der Bewohner entwickelt.“ Ein Beispiel für dieses Miteinander sei auch das Stolberger Helene-Weber-Haus. „Die regelmäßige Begegnung von Jung und Alt fördert das generationenübergreifende Miteinander und das gegenseitige voneinander Lernen“, sagte Brandt. Bewerbungen für eine Teilnahme am neuen Programm sind auch für neue Häuser möglich und erwünscht. Anträge können wie bisher kommunale und freie Träger stellen.

Initiiert wurde das Aktionsprogramm „Mehrgenerationenhäuser“ auf Bundesebene im Jahr 2006 von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. „Das Erfahrungswissen, das die Mehrgenerationenhäuser seitdem in ihrer Arbeit in den Kommunen als Instrumente unter anderem zur Ergänzung der sozialen Infrastruktur, zur Bewältigung des demografischen Wandels und zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Fluchtgeschichte gesammelt haben, muss gesichert werden. Diese Erkenntnis scheint sich jetzt dank der hartnäckigen Überzeugungsarbeit von CDU-Kommunalpolitikern durchgesetzt zu haben“, sagte Brandt.

Das neue Bundesprogramm ermögliche den Mehrgenerationenhäusern mehr Flexibilität in ihrer Arbeit, damit sie ihre Angebote besser an den jeweiligen Ausgangslagen und dem Bedarf vor Ort ausrichten können. Statt vier – wie im „Aktionsprogramm II“ – werde es künftig nur noch zwei inhaltliche Schwerpunkte geben, in deren Rahmen die Häuser ihre Angebote bedarfsgerecht und möglichst flexibel gestalten könnten: die Bewältigung des demografischen Wandels (obligatorisch) und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte (zusätzlich fakultativ). „Denn es hat sich auch bei uns in Stolberg gezeigt, dass die Mehrgenerationenhäuser auch in der Flüchtlingsarbeit mit ihren freiwillig Engagierten unverzichtbar sind“, erläuterte der Bundestagsabgeordnete.

Unverändert zum „Aktionsprogramm II“ bleibe nach Angaben von Brandt im neuen Programm die Gesamtfördersumme je Haus in Höhe von jährlich 40.000 Euro bestehen, welche sich wie bisher aus einem Bundeszuschuss in Höhe von 30.000 Euro und dem Kofinanzierungsanteil in Höhe von 10 000 Euro von Kommune, Landkreis oder Land zusammensetze. Das neue Programm werde den Mehrgenerationenhäusern jedoch einen flexibleren Einsatz der Fördermittel als Personal- und/oder Sachkosten ermöglichen.

Die bisherige Vorgabe im „Aktionsprogramm II“, nach der für Personalkosten nur maximal 20.000 Euro der Fördermittel eingesetzt werden dürfen, entfalle. „Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass die Mehrgenerationenhäuser Sachmittel in der Regel leichter anderweitig akquirieren können als Personalkosten“, erklärte Brandt.

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