Mehr Sicherheit gefordert bei der Aufstellung von Umzügen

Von: Dirk Müller
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Stolberg-Büsbach. Der traditionelle Kinderkarnevalszug der KG Büsbach wird sich in diesem Jahr erstmalig nicht wie gewohnt auf der Hostetstraße aufstellen können.

„Die neuen Auflagen der Feuerwehr, die die Gewährleistung einer 3,5 Meter breiten Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge vorsehen, sind für uns an alter Stelle nicht umzusetzen”, erklärt Sascha Löhrer, Geschäftsführer der Büsbacher Karnevalsgesellschaft, die den Umzug ausrichtet.

Löhrer beschreibt, wie die Zugaufstellung am Sonntag, 19. Februar, sich nun darstellen wird: „Das erste Fahrzeug wird an der Gabelung Hostetstraße - Hassenberg stehen und von da an folgt die restliche Zugaufstellung über die Straße „Am Dolomitbruch” in Richtung Brockenberg/Kelmesberg.” Eine weitere Änderung für die Zugteilnehmer ist, dass die Fahrzeuge zwingend über den Brockenberg zur Straße Am Dolomitbruch gelangen müssen, da die Hostetstraße in Richtung Hassenberg gesperrt sein wird.

Es seien weniger die tragischen Ereignisse der „Love-Parade” 2010 gewesen, die für die Stolberger Karnevalszüge verschärfte Auflagen nach sich ziehen, sondern vielmehr konkrete Erfahrungen in der Kupferstadt, erläutert Marcel Poqué, beim Ordnungsamt für die Verkehrslenkung zuständig. „Die Feuerwehr bemängelt schon länger fehlende oder zu schmale Rettungsgassen, und in der Vergangenheit hat besonders das beidseitige Befahren hin zur Zugaufstellung für Probleme gesorgt”, sagt Poqué. An den Zügen teilnehmende Wagen, die gegen den Verlauf der Umzüge in die Aufstellung fuhren, hätten mit riskanten Wendemanövern die Rettungswege oft völlig blockiert, so dass nun im gesamten Gebiet der Kupferstadt alle Zugaufstellungen nur noch aus einer Richtung angesteuert werden dürfen. „Wir haben gemeinsam mit den Veranstaltern der Karnevalszüge die Konsequenzen zu Gunsten der Sicherheit gezogen”, betont Poqué.

Andere Zugaufstellungen in Stolberg könnten die erforderliche Rettungsgasse gewährleisten und müssen daher nicht verlagert werden. Die Zugwege aller Umzüge im Stadtgebiet seien von den neuen Auflagen nicht betroffen.

Eine „träge Masse”

„Wenn ein Karnevalszug erst einmal in Bewegung ist, können vor allem die Fahrzeuge schneller reagieren, und den Weg für Rettungskräfte im Notfall rasch freimachen. Die ,träge Masse der Zugaufstellung hingegen birgt ein größeres Gefahrenpotenzial”, erläutert Poqué. Sei zum Beispiel das Steuer eines großen Sattelschleppers gerade nicht besetzt, gäbe es für Feuerwehr und Krankenwagen schlichtweg kein Durchkommen, „deshalb ist die Rettungsgasse bei der Aufstellung so wichtig”, so Marcel Poqué.

Geänderte Aufstellung beim Umzug in Büsbach

Die Aufstellung für den Büsbacher Kinderzug erfolgt ab „Am Dolomitbruch” bis hin zur Gabelung Hostetstraße / Hassenberg. Alle am Umzug teilnehmenden Fahrzeuge können nur aus Richtung Brockenberg zur Aufstellung gelangen: Die Hostetstraße wird gesperrt.

Der Kinderkarnevalszug der KG Büsbach startet am Sonntag, 19. Februar, um 14.30 Uhr. Der Zugweg verläuft über die Hostetstraße - Konrad-Adenauer-Straße - Aachener Straße - Lehmkaulweg - Bischof­straße zum Büsbacher Markt, wo sich der Umzug auflöst.

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