Mehr Praktika im „Bethlehem“ möglich

Von: Julia Faymonville
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Besiegelt: Bürgermeister Tim Grüttemeier (v.l.), Geschäftsführer Dirk Offermann und Schulleiter Helge Pipoh unterschreiben Vertrag; dahinter von links: Volker Kraus (stellv. Personalleiter BGZ), Claudia Dix (Sozialarbeiterin Gesamtschule) und Carsten Mathar (Leiter Franziska-Schervier-Schule). Foto: J. Faymonville

Stolberg. Die städtische Gesamtschule und das Bethlehem Gesundheitszentrum haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Stolbergs Krankenhaus nimmt in Zukunft jährlich mindestens sieben Schüler der 8. und 9. Klassen der Gesamtschule als Praktikanten auf.

Die dreiwöchigen Praktika sollen vor den Herbstferien stattfinden und werden in den folgenden Bereichen angeboten: Krankenpflege (5 Plätze), Physiotherapie (1 Platz) und Verwaltung (1 Platz).

Der Schulleiter der Gesamtschule, Helge Pipoh, verspricht sich von der Kooperation, dass seine Schüler die Möglichkeit haben ein vielfältiges Arbeitsfeld kennenzulernen. Außerdem hofft er, dass besonders Jungs an weiblich dominierte Berufe, wie den Job als Krankenschwester oder Geburtshelfer, herangeführt werden.

Claudia Dix kümmert sich an der Schule um die Studienberufsberatung und Praktika. „ Ich glaube, dass unsere Schüler durch die Praktika am ,Bethlehem‘ auch eine neue Perspektive für ihre berufliche Zukunft in Stolberg bekommen“, sagt die Schulsozialarbeiterin. „Vielleicht erleichtert ihnen das Praktikum später hier in einem gesundheitlichen oder sozialen Beruf Fuß zu fassen.“ Bethlehem-Geschäftsführer Dirk Offermann betonte, dass die Nachwuchsförderung für das Krankenhaus wichtig sei.

Das Gesundheitszentrum ist mit etwa 250 Auszubildenden der größte Ausbildungsbetrieb in Stolberg. Durch den Kooperationsvertrag verspricht es sich, nicht im bisherigen Ausmaß um Praktikanten und Auszubildende werben zu müssen. „Wir haben Bedarf an Nachwuchskräften“, sagt Offermann. „Wir wollen den jungen Menschen aufzeigen, dass unsere Ausbildungsberufe, die von pflegerischen bis zu kaufmännischen Tätigkeiten reichen, Berufe mit Zukunft sind.“

Bürgermeister Tim Grüttemeier, der den Vertrag stellvertretend für die Kupferstadt unterschrieb, sagte, dass es immer positiv sei, wenn weiterführende Schulen mit Stolberger Unternehmen derartig kooperieren. „Die regionale Ausbildungsbörse braucht die Unterstützung von Schulen, die auf das bestehende Angebot hinweisen“, so Grüttemeier.

Um in Zukunft noch besser auf das Ausbildungsangebot des Bethlehem Gesundheitszentrums aufmerksam zu machen, nimmt das Krankenhaus im September erstmalig bei der „Stolberger Nacht der Ausbildung“ teil. Das kündigte Carsten Mathar der Schulleiter des Franziska-Schervier-Schule, das die künftigen Pflegekräfte des Bethlehem Krankenhauses ausbildet, an.

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