Mehr Englisch für den Beruf

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Stolberg. Vom Ritzefeld-Gymnasium geht es an die Wall Street - zumindest fast. Die Schule hat in Eigeninitiative ein Projekt ins Rollen gebracht, das sprachbegabten Schülern die Möglichkeit bietet, eine Zusatzqualifikation der IHK- Aachen in Wirtschaftsenglisch zu erlangen.

Projektleiterin Janette Weber und die Schulleitung haben sich 2010 entschieden, eine Zusatzqualifikation in Wirtschaftsenglisch anzubieten. Die Option für Wirtschaftsenglisch wird zwar auch von anderen Gymnasien angeboten, doch das Konzept des Ritzefeld-Gymnasium sei besonders, erklärt Weber. Eine Zusammenarbeit mit der Internationalen Handelskammer habe es in dieser Form zuvor noch nicht gegeben. „Es war uns wichtig, der Zusatzqualifikation Gewichtung zu verleihen, indem wir die Prüfung extern durchführen lassen.“

Zweieinhalb Jahre lang werden begabte Schüler in zwei zusätzlichen Stunden Englisch pro Woche unterrichtet. Schwerpunkte liegen dabei auf Bewerbungen, Geschäftskorrespondenzen und Präsentationen. Zudem werden wirtschaftsrechtliche Hintergründe in den Studien vertieft. „Zum Beispiel lernen wir, wann und wie man einen mündlich Vertrag eingeht“, sagt Abdus-S. Ismail. Er nimmt an dem zweiten Jahrgang des „Vertiefungskurs Englisch mit Schwerpunkt Wirtschaftsenglisch“ teil. Das Projekt mache ihm Spaß, trotz des zusätzlichen Aufwandes. „Fleiß ist natürlich schon gefragt. Aber in der globalisierten Welt, in der wir leben, ist Sprache sehr wichtig. Und Englisch ganz besonders.“

Die spezifischen Lerninhalte und der Prüfungsrahmen des IHK-Zertifikats wurden in einer Kooperation von Schulleitung und IHK Aachen herausgearbeitet. 15 Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums haben im ersten Jahrgang in die vergangenen beiden Jahren den Sonderaufwand betrieben. Alle haben neben dem Abitur auch die Zusatzqualifikation erlangt.

Nicht nur die Schüler haben dazu gelernt, auch Janette Weber hat mit zwei ihrer Kolleginnen eine Fortbildung zu „Business English im Unterricht“ gemacht, um die Schüler gut auf die Qualifikationsprüfung vorbereiten zu können. „Für die Schüler ist der Kurs freiwillig, auch die Prüfung danach ist keine Pflicht“, sagt Weber. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen und drei mündlichen Teilen. Darunter fallen ein Bewerbungsgespräch und die Präsentation eines Themas, das die Schüler selbst aussuchen und vorbereiten müssen.

Die praxisnahe Orientierung des Kurses soll den Einstieg in das Berufs- und Arbeitsleben erleichtern. Nach Informationsveranstaltungen über die Qualifikation können sich Schüler selbst bei der Projektleiterin melden und mit ihr absprechen, ob ihre Selbsteinschätzung mit jener der Lehrer übereinstimmt. „Bis jetzt hat das sehr gut geklappt“, freut sich Weber, „die Schüler, die sich für den Kurs interessierten, waren auch dafür geeignet.“

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