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MBR Recycling GmbH gibt Standort in Büsbach auf

Von: Ottmar Hansen
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Einen Werksverkehr gibt es nicht mehr. Die MBR Recycling GmbH am Wilhelmbusch hat dicht gemacht. Das Gelände wird von Max Blees künftig nur noch als Lager genutzt. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die MBR Recycling GmbH hat ihren Standort in Stolberg, Wilhelmbusch, aufgegeben. Betroffen sind acht Arbeitsplätze. Das Unternehmen, das sich auf die Aufbereitung von Flachgläsern spezialisiert hatte, betrieb seine Produktionsanlagen seit mehr als 20 Jahren in Stolberg.

Zunächst als Teil der Max Blees GmbH, ab 2002 als MBR Recycling GmbH. Seit 2008 gehörte der Betrieb zur europaweit tätigen Sibelco Gruppe. Die Geschäfte am Stolberger Standort liefen dem Vernehmen nach nicht schlecht. Die Kapazität der Anlage wurde im Laufe der Jahre von 10.000 auf 60.000 Tonnen Glasschrott ausgebaut. Das besondere Augenmerk lag dabei auf der Wiederaufbereitung verschiedener Verbundgläser.

So gelang es, bei der Trennung des Glases von Fremdstoffen einen Reinheitsgrad von 99 Prozent zu erreichen. Als umweltfreundliches Unternehmen wurde MBR zertifiziert. Im April vergangenen Jahres hatte MBR noch einen Antrag auf Erweiterung des Produktionsgeländes am Rande von Büsbach eingereicht. Und jetzt das plötzliche Aus. „Die Abwicklung der MBR Recycling GmbH erfolgt im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Sibelco-Gruppe“, teilte Geschäftsführer Christian Deltenre den Mitarbeitern in einer „Abschiedsmail“ auf der Internetseite des Unternehmens mit. Gleichzeitig bedankte er sich bei der Belegschaft und den Kunden für die gute Zusammenarbeit.

Bei Sibelco war auf die Nachfrage, warum ein profitables Unternehmen von einem Tag auf den anderen aufgegeben wird, keine Antwort zu erhalten. Das Produktionsgelände gehört weiterhin der Max Blees GmbH mit Sitz in Aachen, die einen Steinbruch zur Gewinnung und Verarbeitung von Dolomitgestein in Kornelimünster betreibt. Die Firma habe beim Bauamt der Stadt Stolberg einen Antrag auf den Abbruch von Gebäuden, die Entsiegelung von Flächen und die Umnutzung des Areals gestellt, bestätigte Amtsleiter Andreas Pickhardt am Mittwoch auf Anfrage der Redaktion.

Firmeninhaber Max Blees erläuterte, was damit gemeint ist: „Ein Teil der alten Gebäude wird abgerissen, die neueren Hallen werden wir als Lager nutzen.“ Die früher dort einmal betriebene Grube sei längst verfüllt. Blees: „Der Betrieb der MBR ist eigentlich erfolgreich gelaufen. Doch der neue Eigentümer hat leider entschieden, dass in Stolberg nicht weiter produziert wird.“

Man habe die Anwohner am Wilhelmbusch bereits persönlich informiert, was nun mit dem Gelände vor ihrer Haustüre passiere. Blees: „Ein Teil der Hallen wird nach Karneval abgerissen. Die Flächen werden dann neu begrünt.“ Für die Nachbarn hält Blees eine gute Nachricht bereit: „Hier kommt dann höchstens einmal ein Lieferwagen vorbei.“

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