Stolberg-Mausbach - Mausbacher Schüler unterstützen Kinder in Tansania

Mausbacher Schüler unterstützen Kinder in Tansania

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Zu Besuch in Mausbach: Susemarie Groß (2.v.l.), die vor 56 Jahren nach Ostafrika auswanderte, und Fasa Arnold (links). Foto: Marlene Weißen

Stolberg-Mausbach. „Mit der Realschule Mausbach hat die Josephine Girls´ Secondary School eine neue Partnerschule gefunden. Wenn junge Menschen sich sozial engagieren und sich für andere einsetzen ist das toll“, sagte Susemarie Groß.

Vor 56 Jahren wanderte sie als junge Sozialarbeiterin nach Tansania aus, um sich in der dortigen Pfarrei im Bistum Njombe um Mädchen und Frauen zu kümmern. Nun besuchte sie die Realschule Mausbach, um den Schülern dort allerhand Interessantes rund um ihr Herzensprojekt zu erzählen.

Im Rahmen ihres Weihnachtsbazars und der Veranstaltung „Tag für Tansania in Mausbach“ sammelten die Realschüler für das Projekt. Dabei kamen insgesamt 850 Euro zusammen. Sie fließen in eine katholischer Mädchenschule in Kibena, die Susemarie Groß dort vor elf Jahren gründete. Hilfe erhielt sie damals aus Langerwehe. Aus diesem Grund sei die Schule mit Internat in Trägerschaft des Bistums Njombe auch nach der Langerweherin Josefine Münzhuber benannt worden.

Als Groß damals nach Ostafrika auswanderte, musste sie zunächst Kisuaheli lernen, was sie heute fließend beherrscht. „Zuerst habe ich den Frauen das Stricken beigebracht“, erzählte sie. Schnell habe sie jedoch festgestellt, dass es neben der Armut und den sozialen Spannungen zwischen Arm und Reich ein weiteres großes Problem in Tansania gebe: die mangelnde Bildung.

Bau weiterer Klassenräume

Mit der Gründung einer Schule versuchte sie dieses Problem zu lindern. Dennoch gibt es auch heute noch viel zu tun. „Die Schule verfügt zwar über mehrere Unterrichtsgebäude, Lehrerhäuser, einfache Schlafräume für die Schülerinnen, eine Küche, in der allerdings nur auf offenem Feuer gekocht werden kann und sogar eine richtige Schulglocke“, berichtete sie weiter und zeigte dazu viele Fotos. „Für den Bau weiterer Klassenräume, für den Austausch des defekten Elektromotors und moderneres EDV-Equipment werden dringend Spenden benötigt.“

Die Unterstützung aus Mausbach kam da gerade richtig. Für das Engagement der Mausbacher Schüler werde es im Dezember auch noch einen Dankesbrief geben. „Jeder einzelne Spender wird auf dem Computer notiert“, erklärte Susemarie Groß, die mit ihren 90 Jahren erstaunlich technikversiert wirkte.

Stolz sei sie auf das, was die kleine Schule den 460 Schülerinnen biete. „Hier entwickeln die Mädchen Zukunftsperspektiven. Sie wollen Ärztinnen, Pilotinnen oder Erzieherinnen werden.“ Neben dem Unterricht gebe es noch weitere Projekte, die man vorantreibe. „Wir haben eine Bienenzucht, um die Obstbäume befruchten zu lassen, damit wir ein Alternativ-Essen zum Maisbrei anbieten können.“

Besonders gefreut habe sie sich auch über die von der Realschule gespendeten Bücher für die „Beginners“ – diejenigen, die nach der siebten Klasse an der Schule aufgenommen werden und bis zum Abitur bleiben können. Begleitet wurde die 90-jährige von Schulmanager Fasa Arnold. Beim gemeinsamen Rundgang durch die Schule wurden vor allem die Bibliothek und der Computerraum mit dem Smartboard bestaunt.

Der zweite Scheck – ebenfalls über 850 Euro – ist für das zweite von der Realschule Mausbach unterstütze Projekt vorgesehen. Die „Zariki Nursery And Primary School Tanzania“ wurde 2010 gegründet und liegt am Rand des Viktoriasees am nordwestlichen Ende des Serengeti-Nationalparks. In der Vor- und Grundschule werden inzwischen 280 Schüler untererrichtet und erhalten täglich eine warme Mahlzeit.

Die Spenden werden unter anderem für einen größeren Garten, einen Van oder Transportbus, Schulmittel wie Bücher, Schreibmaterial, Papier oder Hefte, eine Steinmauer zum Einzäunen als Schutz der Kinder sowie für die Ausgaben für Nahrungsmittel und Löhne der Lehrer benötigt.

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