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Mausbacher Bürgerhaus strahlt nach 1000 Arbeitsstunden wieder

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Adolphus Laquiere (v. r.), Joachim Braun und Alfred Wentzler von der IG Mausbacher Vereine zeigen Bürgermeister Ferdi Gatzweiler, wie sie die einst offene Pausenhalle mit einer Mauer abgeschlossen haben. Foto: D. Müller
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Ferdi Gatzweiler (rechts) und Bernd Kistermann würdigen den starken ehrenamtlichen Einsatz von Alfred Wentzler (2. v. r.), Adolphus Laquiere (2. v. l.) und Joachim Braun.

Stolberg-Mausbach. Wer dieser Tage das Mausbacher Bürgerhaus betritt, wird es kaum wiedererkennen oder seinen Augen nicht trauen: Intensive Renovierungs- und sogar Baumaßnahmen sind im Inneren des altehrwürdigen Gebäudes erfolgt, um es funktionsfähig und attraktiv für die Bürger zu erhalten.

„Initialzündung war für uns der Abriss des alten Feuerwehrhauses und der zwei Garagen, die von der Karnevalsgesellschaft und dem Kaninchenzuchtverein als Lager genutzt wurden“, beschreibt Alfred Wentzler, technischer Leiter der Interessengemeinschaft (IG) Mausbacher Vereine, die sich um Vermietung und Erhalt des Bürgerhauses kümmert.

Wentzler hat gemeinsam mit dem 2. technischen Leiter Adolphus Laquiere und Joachim Braun die Initiative ergriffen. Braun ist Beisitzer im IG-Vorstand und Vorsitzender der KG Löstige Wölleklös, aber „eigentlich der 3. technische Leiter der IG“, wie Wentzler sagt. Zunächst gingen die drei ehrenamtlichen Aktivisten das Problem der weggefallenen Stauräume an und schufen dabei die auch äußerlich augenscheinlichste Veränderung: Die alte offene Pausenhalle mauerten sie kurzerhand zu, versahen den nun geschlossenen Raum mit neuen Fenstern und ließen drei Abstellräume entstehen. Die sanitären Anlagen erhielten einen neuen barrierefreien Eingang und damit nicht genug.

„Jetzt waren wir ja einmal dabei und haben den WC-Bereich gleich mit renoviert“, erklärt Laquiere. Der „Farb-Einsatz“ des ambitionierten Trios erstreckte sich aber nicht nur von den WCs bis durch die jetzt geschlossene Pausenhalle, sondern ging im Flur zum großen Gesellschaftsraum weiter. „Hier haben wir die auch die Rohrleitungen verkleidet, die immer schlecht zu reinigen waren“, führt Braun aus und zeigt in die Küche, in der die Ehrenamtler ebenfalls tätig waren. Dort liegt ein neuer Boden und zusätzliche Arbeits- und Abstellflächen sind zu sehen. Der Weg führt in den großen Gesellschaftsraum, in dem weitere positive Veränderungen deutlich werden.

Mehr Gemütlichkeit

Neue rote Vorhänge zieren die Fenster, die Holztäfelung wurde ausgebessert und ein dezenter gelber Farbton hat das sterile Weiß der Wände abgelöst. „Was uns viel Arbeit bereitet hat, war, sämtliche Nägel und Tacker-Klammern aus Wänden und Decke zu entfernen“, erläutert Wentzler. Vorsorglich haben die IG-Handwerker jetzt mehrere Haken angebracht. „Daran können die Leute künftig ihre Dekorationen anbringen, ohne Tackern oder Hämmern zu müssen“, erklärt Laquiere. Dass sich auch im zweiten anmietbaren Raum, dem Bacchus-Keller, etwas getan hat, offenbart sich bereits im Treppenabgang. Dieser ist verputzt und gestrichen worden, zusätzliche Handläufe sorgen für mehr Sicherheit.

Der Feierraum selbst überzeugt durch mehr Gemütlichkeit; das beige-grau gewordene Gewölbe wirkt nun durch frische verschiedenfarbige Erdtöne heimeliger. Auch hier sind die WCs renoviert, der Gang dorthin bringt eine weitere clevere Detaillösung „ans Licht“. „Die kleinen Neonröhren waren manchen zu hell. Sie wurden mit farbigem Kreppband umwickelt, was gefährlich war. Deswegen gibt es jetzt bunte Kunststoffhüllen für die Leuchtröhren, die auf Wunsch verwendet werden können“, beschreibt Braun. Bürgermeister Ferdi Gatzweiler und Fachbereichsleiter Bernd Kistermann staunen nicht schlecht ob des neuen Zustands des alten Bürgerhauses. „Was wir hier sehen, ist ein Paradebeispiel für ehrenamtliches Engagement“, würdigt Gatzweiler.

Als die Vertreter der Stadtverwaltung sich vor Ort ein Bild machen, betont der Bürgermeister, dass die vorgenommenen Bau- und Renovierungsmaßnahmen aus dem städtischen Haushalt nicht finanzierbar gewesen seien: „Wenn diese drei Bürger nicht freiwillig gut 1000 Arbeitsstunden in das Haus gesteckt hätten, wäre es schlichtweg so geblieben wie es war.“ Die Farbe für den Bacchus-Keller habe die Stadt aber beigesteuert, sagt Wentzler. „Das übrige Material konnten wir dank der Hilfe von Sponsoren und Gönnern selbst besorgen.“

Farbe und ein Gerüst

Er packt die Gelegenheit beim Schopf und spricht von weiteren Plänen: „Als nächstes wollen wir die Fassade renovieren. Alles, was wir dazu benötigen, ist Farbe und ein Gerüst.“ Gatzweiler blickt zum Fachbereichsleiter, und Kistermann meint: „Das kriegen wir hin.“

Die drei IG-Handwerker thematisieren noch einen „Problemfall“: Zwischen dem großen Raum im Erdgeschoss und den WCs schließt die neue Mauer an eine große einfach verglaste alte Scheibe an. „Durch diese Scheibe heizen wir im Winter den alten Schulhof“, scherzt Laquiere. Dabei ist die Lösung laut Wentzler recht einfach: „Wir können die Verglasung durch eine Mauer ersetzen, in die wir zwei neue doppelt verglaste Fenster einbauen. Das machen wir selbst und brauchen dazu nur 1000 Euro für Material, die sich durch die Heizkostenersparnis bald rechnen.“

Nach kurzem Blickwechsel mit dem Fachbereichsleiter sagt Gatzweiler Unterstützung zu, und auch der nächste Schritt zur Erhaltung und Verschönerung des Mausbacher Bürgerhauses ist abgemacht.

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