Stolberg - Maisfeld am Bernhardshammer: Nur ein Schaufenster

Maisfeld am Bernhardshammer: Nur ein Schaufenster

Von: -jül-
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Den Argwohn der Stolberger am Bernhardshammer erregt. Das Demonstrationsfeld für Mais dient lediglich der Präsentation der Entwicklung unterschiedlicher Sorten. Foto: J. Lange
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Nicht nur auf den gelben Kolben kommt es an beim Anbau von Mais.

Stolberg. „Nein, nein“, versichert Felix John: „Es handelt sich nicht um gentechnisch verändertes Saatgut“. Das wäre ja auch in Deutschland verboten, und sein Unternehmen sei auf diesem Feld auch gar nicht aktiv.

Felix Johon leitet Marketing und Vertrieb der deutschen Maïsadour Semences GmbH mit Sitz in Haßmersheim am Neckar. „Wir forschen nicht und produzieren nicht im Bereich der Gentechnik“, betont John.

Nahe dem Vichtbach ist der Produzent von Rohstoffen für die Landwirtschaft und Lebensmittel mit einem Demonstrationsversuchsfeld präsent. Ein Maisacker an der Straße „Bernhardshammer“ ist mit orangefarbenen Schildern gespickt. Diese erregten den Argwohn unserer Leser. Der sei aber in jeder Hinsicht unbegründet, erläutert John.

Der Maisacker am Bernhardshammer sei lediglich ein Demonstrationsfeld mit unterschiedlichen, konventionell entwickelten Sorten Mais. „Und den präsentieren wir so unseren Kunden“, so John. Sie sollen sich vor Ort ein Bild davon machen können, wie sich die verschiedenen Produkte entwickeln, die für wechselnde Standortbedingungen oder alternative Anwendungen entwickelt wurden. Jetzt, während der Wachstumsphase beginnt die Vermarktungskampagne in der Branche. Bei so genannten „Maistagen“ informieren die regionalen Gebietsleiter die Abnehmer über neue Trends und Entwicklungen und geben Anbauempfehlungen für die kommende Saison.

Dann geht es um so klingende Namen wie „Vicky“, aber auch um so technische Bezeichnungen wie „Mas 17.E“ oder weitere Kombinationen aus Nummern und Buchstaben. In der hiesigen Region wird in erster Linie Futtermais angebaut, den die Landwirte dann an ihr Vieh verfüttern. Einige der in der Kupferstadt präsentierten Sorten eignen sich aber gleichzeitig auch zur Verwendung als Körnermais oder sind für die Erzeugung von Bioenergie besonders geeignet.

Die Unterschiede liegen im Wachstum der Pflanze beispielsweise bei kalten und feuchten Böden; Klimaqualität der Anbaugebiete, Standfestigkeit, Entwicklungszeiten in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Aussaat, die Reifezeit und die Ausprägung der Kolben sind weitere Faktoren, um auf dem jeweiligen Acker den möglichst optimalen Ertrag zu erzielen.

Wichtigste Infos auf einen Blick

Einen ersten Anhaltspunkt erhält der interessierte Landwirt beim Blick auf die Schilder. Die Ziffernkombination unter der Sorte gibt unter Berücksichtigung der Verwendung die Reifezahl bei der Nutzung als Silo- bzw. Körnermais wieder. Und mit der Ernte wird auch das Ende des Demonstrationsversuchsfeldes gekommen sein, kündigt John an – zumindest für diese Mais-Marketing-Saison.

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