Männergesangverein: Mit dem „Chor der Studenten“ in die Pause

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Schöne Opern in angenehmer Atmosphäre und eine Überraschung serviert der Büsbacher Männergesang Verein beim Konzert am 27. April .

Stolberg-Büsbach. Zum Hauptkonzert dieses Jahres lädt der Büsbacher Männergesangverein alle Freunde des Chores und an Opernmusik Interessierte für Samstag, 27. April, um 19 Uhr ein in den Saal „Angie‘s Bistro and more“ zu einem Abend schönster Werke italienischer und französischer Opern-Komponisten.

Chorleiter Josef Otten hat einen bunten Strauß schönster Opern-Arien und Chorstücke gebunden. Gemeinsam mit Marlies Buchmann (Sopran), ihm als Bass-Bariton und Chorleiter, Theo Palm am Flügel und den Sängern des Büsbacher Männergesang Vereins werden etliche der wohl schönsten Melodien vorgetragen.

Auf goldenen Flügeln...

Das Konzert ist unter den Titel „Va pensiero“ (flieh Gedanke auf golden Flügeln) gestellt, was sinnbildlich als Aufforderung an die Besucher gemeint ist, den Mitwirkenden in die Welt der Opern zu folgen.

Dies ist der Textbeginn des „Chores der Gefangenen“aus der Oper „Nabucco“ von Giuseppe Verdi, eines der gefühlvollsten und bekanntesten Chorstücke der Oper schlechthin. Giuseppe Verdi, der wohl bekannteste der vielen italienischen Komponisten, geboren im Oktober 1813 in Le Roncole bei Busseto in der Provinz Parma, lernte als Siebenjähriger beim Pfarrer von Le Roncole Lesen und Schreiben.

Bereits als Zehnjähriger spielte er die Orgel in der Dorfkirche, wo er auch den wohlhabenden Kaufmann Barezzi kennen lernte, der sein außergewöhnliches Talent erkannte und ihm das Studium zunächst beim Domorganisten Provesi, später bei Vincenzo Lavigna ermöglichte. Im April 1836, also mit 23 Jahren, wurde er bereits zum „Maestro di Musica“ in Busseto ernannt. Besonders geprägt hat ihn der Tod seiner beiden Kinder mit der ältesten Tochter seines Lehrmeisters, die er drei Jahre später auch durch den Tod verlor.

1847 lernte er bei der Einstudierung seiner Oper „Nabucco“ in Paris seine zweite Frau kennen, die Sängerin Giuseppina Strepponi, die den Part der „Abigail“ in Nabucco sang, in die er sich sofort verliebte. Weltberühmt wurde Verdi durch seine Opern „Rigoletto“, „Il Trovatore“ und „La Traviata“ 1851 bis 1853, ehe er 1871 „Aida“ schrieb und schließlich mit „Otello“ (1886) und „Falstaff“ (1892) die Schaffung von Opern abschloss.

Ebenso aus Verdi‘s Feder stammen die Opern „Macbeth“ (trotz des englischen Titels in Italienisch geschriebene Oper) und „Die Macht des Schicksals“ aus denen Chor und Solistin bekannte und gefühlvolle Musik vortragen.

Eine Überraschung wartet

Georges Bizet, ein Schüler von Luigi Cherubini und Charles Gounod in Paris, schrieb „Die Perlenfischer“, eine zu Unrecht selten aufgeführte Oper mit sehr schönen Arien, Duetts und Chören, von denen der Chor, unterstützt von Josef Otten als „Ami Zurga“, einige vorträgt. Aus Jacques Offenbachs Feder stammt die Oper „Hoffmanns Erzählungen“, aus der Chor und Solistin zwei Stücke vortragen, ehe mit dem „Chor der Studenten“ das Leben in Luthers Kneipe musikalisch dargestellt wird, womit dann zur Pause gebeten wird.

Den zweiten Teil eröffnet der Chor mit dem Trinklied aus Verdi‘s „Ernani“ und fordert die Besucher auf „Erhebt das Glas und trinkt“, ehe aus „La Vita Nuova“ von Ermanno Wolf-Ferrari nach Texten von Dante Alighieri das 32. Kapitel der weltbekannten „Divina Comedia“ als Lied und Chor gesungen werden.

Giacomo Puccini hat eine der schönsten und bekanntesten Sopran-Arien der Oper in „Gianni Schicchi“ geschrieben, die Marlies Buchmann vorträgt „O mio babbino caro“. Charles Gounod hat die Musik zur Oper „Faust“ geschrieben, deren Handlung teils in Aachen spielt, wo sich „Don Carlos“ vor seinen Hächern in der Crypta Karls des Großen versteckt und gerettet ist, als ihn die deutschen Kurfürsten zum Kaiser Karl V. wählen.

Georges Bizet wird mit Vorträgen aus „Carmen“, der weltweit wohl meistgespielten Oper überhaupt gewürdigt, einer in Französisch geschriebenen Oper voller Temperament, Charme und Lebensfreude. Wer kennt nicht die „Habanera“, den „Torero-Marsch“ und das „Lied des Escamillo“? Schließlich prostet zum Abschluss der Männergesang Verein den Besuchern in Büsbach sinnbildlich mit dem „Trinklied“ aus Verdi‘s „La Traviata“ zu, ehe zum Abschluss eine Überraschung wartet.

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