Maastrichter Studentinnen vermitteln Schülern den europäischen Gedanken

Von: Tyrone Schwark
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Sie bilden eine Einheit: Die Schüler der neunten Klasse des Goethe Gymnasium stellen sich mit den Studentinnen für European Studies der Universität Maastricht auf. Die Aktion wird vom Europaschul-Beauftragten Philipp Pletsch (oben rechts) begleitet. Foto: Tyrone Schwark

Stolberg. „Der Name ist bei uns auch Programm“, sagt Philipp Pletsch, der für das Europaschulen-Bildungsbereich des Goethe Gymnasiums zuständig ist, über den ersten bilingualen Workshop der „EuroTeachers“, alles Studentinnen der Maastrichter Universität, zum Thema Europäische Union. Der Kontakt der Schule mit dem studentischen Programm wurde von Europe Direct, einem Projekt der Stadt Aachen, geknüpft.

In vier Gruppen aufgeteilt, bearbeiteten die Schüler der neunten Klasse unterschiedliche Themen und Problematiken innerhalb der EU – und das alles auf Englisch. So beschäftigte sich eine Gruppe mit europäischen Außenbeziehungen, die andere mit Wirtschaft und dem anstehenden Brexit. Die Ergebnisse wurden den anderen jeweils in einer Präsentation vorgestellt.

Die Gastlehrerinnen, die ursprünglich aus Deutschland, den Niederlanden, Italien oder der Ukraine kommen, zeigen bereits mit ihrer Herkunft, was den europäischen Gedanken ausmacht: Vielfalt, Solidarität und Gemeinschaft. „Der Workshop soll nicht nur EU-Wissen vermitteln, sondern auch zeigen, wie wichtig das Beherrschen mehrerer Sprachen ist“, sagt Pletsch.

Verschiedene Sichtweisen

So konnten die Schüler verschiedene Sichtweisen aus einigen EU-Ländern kennenlernen und mit den Referentinnen diskutieren.

Die Goethe-Schülerinnen Marie Lövenich und Luisa Kaußen waren beide begeistert über den Thementag: „Die Präsentationen waren super, auch wenn wir einiges schon aus dem Unterricht kennen.“ Trotzdem sieht Marie beispielsweise ein Manko: „Ich glaube wir sollten öfter mal in die Nachrichten schauen, dann würden wir bestimmt noch mehr verstehen.“

Dass das Thema EU nicht einfach ist, weiß auch Selina Ratdke. Die gebürtige Berlinerin ist für ihr Studium nach Maastricht gezogen und engagiert sich schon zum wiederholten Male für das Euro-Teachers-Projekt. „Die Herausforderung heute war, sehr komplexe Inhalte schülergerecht aufzuarbeiten“, sagt sie.

„Alle Anwesenden waren sehr interessiert und wollten etwas über internationale Themen kennenlernen“, fügt ihre Kollegin Carlotta Di Bari, gebürtig aus Italien, hinzu. Pletsch hofft auch, dass der geringere Altersunterschied zwischen den Neuntklässlern und den Studentinnen ein besonderer Vorteil des Projekts ist. „Ich denke, dass sie eine Vorbildfunktion einnehmen. Sie zeigen, wie wichtig es ist, international zu denken. Ich sage auch immer, dass sie die neuen Sprachen nicht für den nächsten Test lernen, sondern fürs ganze Leben.“

Der Workshop sollte auch auf weitere Projekte Anfang Mai vorbereiten. Dann können sie auch zeigen, was sie von den Studentinnen gelernt haben.

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