Lyrik für alle bei Klavierabend in Stolberg

Letzte Aktualisierung:
11685393.jpg
Rezitator, Poet und Sänger Lutz Görner gastiert mit seiner Begleiterin Nadia Singer am Flügel in der Stolberger Burg. Eine interessante Mischung aus Literatur und Musik. Foto: stock/Rau

Stolberg. Ein Klavierabend von und mit dem bekannten Poeten und Sänger, Lutz Görner, begleitet von Nadia Singer am Flügel, findet am Freitag, 19. Februar, 19.30 Uhr, im Rittersaal der Burg Stolberg statt.

Seit einigen Jahren begeistert „die lyrische Stimme Deutschlands“, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. „Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören“, sagt der Sänger.

Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für diese Musik, die ja nie aus heiterem Himmel gefallen ist, sondern immer an eine bestimmten Zeitgeschmack und eine Lebensepoche des jeweiligen Komponisten gebunden ist.

Welten dazwischen

Was für Welten liegen zum Beispiel zwischen dem C-Dur Rondo des zwölf Jahre alten Ludwig van Beethoven und dem C-Dur Rondo aus der Waldstein-Sonate des 32-jährigen van Beethoven.

Lutz Görner fragt nach, versucht in seinen Programmen eine solche Entwicklung für sein Publikum nachvollziehbar und verständlich zu machen.

Poetischer Staubwedel

Und so ist aus dem „poetischen Staubwedel“, wie ihn der Spiegel auf Grund seiner „Lyrik für alle“-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der „musikalische Staubwedel“ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen.

In seinem neuesten Programm erzählt Lutz Görner Beethovens Leben anhand der Briefe des Komponisten und zahlreicher Zitate über ihn. Zitate von Liszt, Chopin, Czerny, Grillparzer, Bettine Brentano und Goethe. Auf diese Weise spürt der Rezitator den Menschen hinter dem Jahrtausend-Komponisten auf und macht die große Schere sichtbar zwischen Beethovens musikalischem Genie und seinem elenden, tagtäglichen Leben, das schon mit sechsundfünfzig Jahren ein von langer Krankheit geprägtes Ende fand.

Ein Kraftgenie

Theodor W. Adorno sagt über ihn: „Beethoven war ein Kraftgenie. Launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute fremd und kalt, morgen der wärmste Freund. Aber dabei dennoch auch gutmütig, edel und empfindsam.“ Nadia Singer, Lutz Görners Entdeckung, ist jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet

Sie bringt regelmäßig das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln, so dass die Presse über sie schrieb: „Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ Karten für den Auftritt der beiden Künstler sind im Vorverkauf erhältlich in der Bücherstube am Rathaus an der Rathausstraße und an der Abendkasse.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert