Lose Platten: Wer beseitigt die Gefahrenstelle?

Von: oha
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Die Gehwegplatten vor den Geschäften haben sich gefährlich gehoben. Damit niemand stürzt, wurde ein Teil des Bürgersteiges abgesperrt.

Stolberg. Der Beschwerdeausschuss des Rates hat am Dienstagabend beschlossen, den Gehweg im Bereich Bischofstraße/Konrad-Adenauer-Straße von der Stadtverwaltung prüfen zu lassen. Dabei soll möglichst der Grund ermittelt werden, warum sich die Gehwegplatten an besagter Stelle heben und dann brechen. Außerdem soll sich der zuständige Fachausschuss mit dem Thema beschäftigen.

Hintergrund: Auf dem Gehweg sind bereits zwei Personen gestürzt und haben sich dabei verletzt. Klaus F. Kratz hatte deshalb in einem Bürgerantrag gefordert, den Gehweg nicht ständig nur stellenweise zu flicken, sondern zu sanieren. Zuletzt hatte die Bauverwaltung aus dem Rathaus den Gehwegbereich noch einmal in Augenschein genommen und keine verkehrsgefährdenden Mängel festgestellt. Derzeit seien Bauarbeiten am Gehweg nicht dringend erforderlich. Wenn die Finanzlage der Stadt es zulasse, könne man ja später den gesamten Bereich verschönern. Entsprechend hatte die Verwaltung dem Ausschuss auch vorgeschlagen, den Bürgerantrag abzulehnen.

Kratz überreichte dem Beschwerdeausschuss am Dienstagabend allerdings eine Liste mit 347 Unterschriften besorgter Bürger, die dringenden Handlungsbedarf sehen. Ein Bordstein sei immer noch abgesackt. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Bürger auf dem Bereich vor den Geschäften stürze und sich verletze. Die Straße sei Einzugsbereich von Schulen und des Marien-Seniorenheimes.

Alle im Ausschuss waren sich allerdings darin einig, dass die Absackung der Gehwegplatten und die Risse im Material nicht allein von den Wintertemperaturen kommen könne. Viel wahrscheinlicher sei es, dass Versorgungsunternehmen bei der Verlegung von Kabeln oder Wasserrohren an dieser Stelle nicht sorgfältig genug gearbeitet hätten.

Beim Befüllen der geöffneten Versorgungsschächte im Boden könnten sie Material eingebracht haben, das wasserundurchlässig sei und so dazu führe, dass sich die Platten bei Frost anheben. Womöglich könnte man diese Versorgungsunternehmen für ihre Fehler haftbar machen, so dass die Reparaturkosten nicht von der Stadt zu tragen seien, sondern dem Verursacher der Schäden aufgebürdet werden könnten.

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