Lockere Gehwegplatten: Wenn noch einer fällt, droht Klage

Von: oha
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Die Platten des Gehweges haben sich vor den Geschäften gefährlich gehoben. Damit es nicht zu Unfällen kommt, hat die Stadt Warnbaken aufgestellt. Foto: Kratz
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Die Platten sind von Rissen durchzogen. Ob sich da noch was reparieren lässt, ist fraglich.

Stolberg. Zwei Menschen sind bereits auf dem Gehweg an der Ecke Konrad-Adenauer-Straße/Bischofstraße gestürzt und haben sich so verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. „Wenn da noch einmal jemand fällt, reiche ich Klage gegen die Stadt ein“, kündigte Klaus F. Kratz gestern an.

Der Büsbacher hatte erst unlängst ein Gespräch mit Bürgermeister Ferdi Gatzweiler zum Thema. Aber offenbar ohne Erfolg. Eigentlich sollte sich der Beschwerdeausschuss der Stadt am übernächsten Mittwoch mit der Unfallstelle befassen, doch die Stadtverwaltung zog den Tagesordnungspunkt zurück.

Kratz stellte selbst einen Bürgerantrag, dass der Stadtrat an besagter Stelle einen neuen Plattenbelag auf den Gehweg aufbringt. Derzeit läuft eine Unterschriftenaktion in den Geschäften an der Unfallstelle, im Reisebüro und im Lottoannahmegeschäft. Am Samstag will Kratz mit einem Infostand vor Ort auf die Gefahrenstelle aufmerksam machen.

„Das Thema zieht sich schon über ein Jahr hin“, zog Kratz gestern im Gespräch mit der Redaktion Bilanz. Zwar seien nach den Unfällen (ein Schlüsselbeinbruch, ein Beckenbruch) einzelne Platten des Gehweges vom Bautrupp der Stadt herausgenommen und dann neu eingeschlämmt worden. Doch so richtig viel habe diese Maßnahme nicht gebracht.

Kratz: „Immer Platten werden von Autos, die mal kurz vor der Eisdiele parken kaputtgefahren.“ Was dann als Reparaturmaßnahme ergriffen worden sei, sei nur „Flickschusterei“. Jetzt seien Warnbaken an der Stelle aufgestellt worden, weil sich die Platten durch den Bodenfrost in die Höhe gehoben hätten. In der Hoffnung, dass sich die Platten nach Ende des Frostes wieder an ihre alte Stelle absenkten, sei es dann dabei geblieben.

Für Tiefbauexperte Kratz ist das jedoch keine langfristige Lösung. Der Untergrund der Platten sei einfach nicht wasserdurchlässig, so komme es immer wieder zu Verwerfungen im Belag, die Platten bekämen Risse, so Kratz.

Verursacher klar

Für Kratz sind auch die Verursacher klar: „Da sind immer wieder neue Versorgungsstränge in der Erde verlegt worden. Die Stadt sollte die Energieunternehmen für die entstandenen Schäden haftbar machen.“

Und dann sollten auch „vernünftige“ Gehwegplatten an der Stelle verlegt werden. Eben nicht so dünne Steine mit einer Stärke von 4,5 Zentimetern. Das Befahren durch Autos könnten diese Platten unmöglich ohne Schaden überstehen. Die Platten müssten schon mindestens acht Zentimeter dick sein.

Und besser aus Beton sein. Vor der Stadthalle habe man schließlich auch zu einem 12 Zentimeter starken Stein gegriffen. Kratz ist sich sicher: „Die einzelnen gebrochenen Platten zu ersetzen, das ist doch nur Flickschusterei.

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