Stolberg - Live-Musik-Marathon in der Altstadt

Live-Musik-Marathon in der Altstadt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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Die erfahrenen Musiker Roger Sanchez (v.l.), Mel Schmidt, Roland Mroncz und Bert Wilden gaben als neue Formation „Melro‘s Plays“ bei ihrem Stolberg-Debüt eine Empfehlung für weitere Auftritte ab. Foto: D. Müller
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Gitarrenvirtuose Adam Rafferty begeistert im „Piano“. Foto: D. Müller

Stolberg. Fünf Live-Konzerte hatte die Stolberger Altstadt jetzt an einem Abend zu bieten. In der Musikkneipe „Piano“ gastierte der New Yorker Gitarrenvirtuose Adam Rafferty und begeisterte seine Fans einmal mehr. Für Rafferty, der regelmäßig in der Altstadt spielt, war es fast ein Heimspiel.

Und der Mann, der als einer der weltbesten Fingerpicking-Gitarristen gilt, zeigte sich in Bestform. An Fingerfertigkeit kaum zu überbieten, präsentierte er eigenständige Instrumentalversionen von Stücken wie John Lennons „Imagine“, „Autumn Leaves“ von Nat King Cole oder „In my Life“ der „Beatles“.

Volle Aufmerksamkeit

Andächtige Stille herrschte im Raum. Wann immer Rafferty zur Gitarre griff, verstummten die Gespräche und volle Aufmerksamkeit war ihm gewiss, denn dem faszinierenden Spiel des Saiten-Künstlers konnte sich keiner der zahlreichen Gäste entziehen. Sie feierten den aus den USA stammenden Kosmopolit dafür umso lautstarker nach jedem Stück. Neben Interpretationen wie etwa von „Dancing Queen“ („Abba“) hatte Rafferty noch eine besondere Überraschung in petto: Erstmals sang der Musiker auch ein Lied in der Altstadt und überzeugte, als er einen Blues-Song von Ray Charles zum Besten gab.

Der lange Musikmarathon im „The Savoy“ startete mit dem Liedermacher Michael Greven. Unterstützt von Monika Langen am Cajon und Holger Horner am Bass unterhielt der in Stolberg geborene Sänger und Gitarrist die Gäste ausschließlich mit Eigenkompositionen. Unter anderem brachte Greven Lieder seiner aktuellen zweisprachigen CD „Seelensonne“ zu Gehör, spielte das „Lied vom Kleingeist“ sowie die Stücke „Wenn ich von Dir träume“ oder „Dance around the Moon“ und „Through the Night“.

Dem Liedermacher folgte Gerald David Jones, für den es ein spezielles Konzert war, denn Jones feierte seinen 60. Geburtstag – auf der Bühne. Er präsentierte mit Stimme und Gitarre Balladen wie zum Beispiel Donovans „Dust in the Wind“, Suzanne“ von Leonard Cohen und „Vincent“ von Don McLean.

Junge Band, erfahrene Musiker

Ebenfalls solistisch unterwegs war Gitarrist und Sänger Roland Rongen. Seine Darbietungen von „Wish you were here“ von „Pink Floyd“, „Wonderwall“ („Oasis“) oder „You can’t always get what you want“ der „Rolling Stones“ und „Hey you‘ve got to hide your Love away“ der „Beatles“ kamen sehr gut an. Höhepunkt des Musikmarathons am Alter Markt war das Konzert der noch jungen Formation „Melro‘s Plays“, die allerdings aus sehr erfahrenen Musikern besteht.

Roland Mroncz (Gesang, Gitarre) und Bert Wilden (Bass, Gesang) sind unter anderem Mitbegründer der Kultband „Apotheke“ und blicken auf mehrere Jahrzehnte als aktive Musiker zurück.

Mel Schmidt (Gesang, Gitarre) tourte schon mit Udo Jürgens und sang im Background-Chor von Größen wie Kylie Minogue, und Vanessa Amorosi, Roger Sanchez (Gesang, Gitarre) war lange mit den „Wheels“ unterwegs und auch schon in den USA musikalisch aktiv. Das Quartett überzeugte mit instrumentaler Qualität und drei- bis vierstimmigen Gesang. Der Sound von „Melro’s Plays“ gewann schnell viele Fans. Mit Interpretationen von „Crosby, Stills, Nash & Young“-Klassikern und Songs wie „Counting Stars“ von „One Republic“, „Hot Love“ von „T Rex“ oder „Wake me up“ von „Avicii“ empfahl sich die Band bestens für weitere Konzerte in der Kupferstadt.

Harmonisch intonierte die Formation Stephen Stills‘ Folkrocksong „Love the one you’re with“ ebenso wie „Nothing else matters“ von „Metallica“ oder „Cats in the Cradle“ von „Ugly Kid Joe“.

Der kräftige Applaus der Zuhörer bewies eindeutig, dass bei „Melro’s Plays“ Musiker, Stil und Repertoire eine gelungene Einheit bilden.

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