Stolberg - Live-Musik „geht auf” in Stolberg

Live-Musik „geht auf” in Stolberg

Von: dim
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Stolberg. Vier Konzerte an einem Abend, nur vier Euro Eintritt und Getränke zum Preis von je einem Euro - diese Eckdaten des ersten „Rise”- Festivals am Freitag, 31. August lesen sich jugendfreundlich.

Rund 600 Musikfreunde haben zunächst ihre Stimmen im Internet abgegeben und damit die drei Finalteilnehmer bestimmt. Das Finale wiederum war das erste Livekonzert, das „Rise” in der Kupferstadt organisiert hatte. Im Rahmen der Stadtkirmes am 1. Juli stellten die Stolberger St.-Sebastianus-Schützen ihre große Bühne zur Verfügung, und die Finalisten „The Noname Cooporation!”, „Rufmord” und „The Smokin Ribs” spielten um die Gunst des Publikums. Dabei zeigte sich, dass Liveauftritte doch eine andere Wirkung haben können als die Internet-Videos:

Lagen „The Noname-Cooporation” und „Rufmord” nach der Online-Abstimmung noch Kopf an Kopf mit rund 40 Stimmen vor „The Smokin Ribs”, wählte das Publikum des Konzerts auf dem Kaiserplatz anders. Die akustische Mischung aus Folk, Country, RocknRoll der Eigenkompositionen von „The Smokin Ribs!” kam am besten an, und die Band - die Mitglieder leben in Büsbach, Eschweiler und Heinsberg - entschied die Premiere des Stolberger Band-Contests relativ deutlich für sich. Als Belohnung darf das Quartett nun bei dem „Rise”-Festival erneut seine Livequalität ausspielen, und zwar in bester Gesellschaft, denn die Mitstreiter des langen Konzertabends sind hochkarätig und weit über die Grenzen der Städteregion hinaus bekannt.

Als „Headliner” wird der Sieger der „Linus-Talentprobe” in Köln 2009 und Kupferstädter Stimmungsgarant Carlos Cachafeiro seine ansprechende One-Man-Show präsentieren und mit Rock und Pop vergangener Jahrzehnte wie mit aktuellen Songs das Publikum unterhalten. Zuvor steuert die Aachener Formation „Pencilcase” handgemachten klassischen Rock im amerikanischen Stil bei. Das Quartett trat schon im WDR-Rockpalast auf und hat nach „Swingcore” (2008) kürzlich mit „Kansas City Shuffle” sein zweites Studioalbum veröffentlicht.

Zwischen der Eröffnung des Festivals durch den Band-Contest-Sieger „The Smokin Ribs” und dem Auftritt von „Pencilcase” gibt es ein Intermezzo, das musikalisch hochwertig, lustig und energiegeladen gleichermaßen zu werden verspricht: Nicht nur in der Kupferstadt sind „The Coconut Butts” gern gesehene und gehörte Gäste; die Skapunk-Band aus Simmerath absolvierte 150 Konzerte in fünf verschiedenen Ländern alleine in den letzten zwei Jahren. Zusammen mit Bands wie „Jaya the Cat”, „The Havenots”, „Luxuslärm” und den „Dimple Minds” stellten die Musiker aus der Eifel ihre Entertainertalente unter Beweis.

„Wir glauben, dass schon das erste Rise-Festival eine wirklich gute Veranstaltung wird”, meint Schröder, der stellvertretend für die anderen Mitglieder der „Rise”-Gruppe ein positives Fazit der bisherigen Aktivitäten zieht: „Da wir erst seit sieben Monaten an Projekten arbeiten, ist natürlich noch manches verbesserungswürdig, und der Weg von der Idee des Band-Contests bis hin zum Festival war auch aufwendig. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben viele positive Rückmeldungen von Musikfans, Bands und Sponsoren erhalten.”

Pläne für die Zukunft

Grund genug für „Rise”, nach vorne zuschauen. Im nächsten Jahr soll es wieder einen Stolberger Band-Wettbewerb aus den Bestandteilen Online-Vorrunde, Livefinale und Festival geben. „Der Contest soll eine feste Institution werden”, spricht Schröder für die Gruppe. Bereits in diesem Jahr hat „Rise” sich bei der musikalischen Gestaltung des „Juks”-Open-Airs am Freitag, 21. September, ab 17 Uhr auf dem Kaiserplatz engagiert und schmiedet weitere Pläne für die Zukunft: „Wir wollen noch mehr Livekonzerte in der Kupferstadt organisieren, auch unabhängig von dem Band-Contest”, sagt Schröder und nennt eine musikalische Kneipenrallye oder ein Festival gegen Rechts als mögliche Beispiele, die von den jungen Machern angedacht werden.
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