„Lions Quest“: Lebenskompetenz kommt nicht von alleine

Von: dim
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Lions Quest. Foto: D. Müller

Stolberg-Mausbach. Nicht nur die Schüler, sondern auch Lehrer haben zweieinhalb Tage lang in Mausbach die Schulbank gedrückt. „Soziales Lernen liegt uns besonders am Herzen, daher passt das Programm sehr gut zu uns und unseren pädagogischen Ansprüchen“, erklärte Charlotte Eßer, Leiterin der Realschule Mausbach, zu der Fortbildung „Lions Quest – Erwachsen werden“.

Unter der Leitung des Senior-Trainers Johannes Pollmeier haben elf Pädagogen der Realschule Im Hahn, drei der Stolberger Gesamtschule, zwei der Sekundarschule Stolberg und je ein Pädagoge der Kupferstädter Gymnasien teilgenommen.

Zudem waren die Gesamtschule Übach-Palenberg mit vier und das Gymnasium Herzogenrath mit zwei Lehrern vertreten. „Das Seminar möglich gemacht und vollständig finanziert haben dankenswerterweise die Lions-Clubs Eschweiler/Stolberg und Übach-Palen­berg/Geilenkirchen“, beschrieb Ellen Erichsen, die sich mit Un­terstützung der Mausbacher Schul­leitung darum bemüht hat, dass die Lehrerfortbildung in der Realschule stattfand. Unter dem Motto „Lebenskompetenz kommt nicht von alleine“ stand die Förderung sozialer Kompetenzen junger Menschen in der Schule im Mittelpunkt des Seminars.

Die Lehrer wurden speziell fortgebildet, 10- bis 15-jährige Schüler dabei zu unterstützen, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, Kontakte und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag zu begegnen und für Probleme, die in der Pubertät oft auftreten, konstruktive Lösungen zu finden. „Gleichzeitig bietet das Programm Orientierung beim Aufbau eines eigenen Wertesystems. So entsteht eine pädagogische Geschlossenheit mit den immer gleichen Reaktionen, die den Schülern Halt geben“, erläuterte Jürgen Meeßen, Konrektor der Mausbacher Realschule.

Seine Kollegin Jacqueline Marr betont den Stellenwert der Fortbildung: „Längst wissen Lehrer aller Schulformen, dass es nicht mehr genügt, sich auf das Vermitteln von Fachwissen zu beschränken. Wir sind als Erzieher in einer Weise gefordert, auf die unsere Ausbildung kaum eingegangen ist.“ Beispielsweise auch kritisches Denken, der Mut, sich eine eigene Meinung zu bilden und offen zu vertreten, Engagement und eigenverantwortliches Handeln sollen in der Schule gefördert werden. Teilnehmer des Seminars seien besser in der Lage, dies den Schülern nahezubringen und auch präventiv zu unterrichten.

„Dank der Fortbildung können wir effektiver dahingehend auf die Schüler einwirken, dass sie ,Nein‘ sagen zu psychischen und physischen Gefährdungen, dass sie standfest gegenüber Gruppendruck bleiben, Rückschläge und Enttäuschungen positiver verarbeiten und Risiken und Wirkungen von Suchtmitteln kritisch beurteilen.“ Auch Rita Souren begrüßte, dass bei „Lions Quest“ Themen, die für pubertierende Schüler im Vordergrund stehen, fokussiert wurden: „Dabei knüpft das Seminar an uns bekannte Erfahrungen und Methoden wie Interaktions- und Rollenspiele oder Visualisierungen an und ist äußerst praxisorientiert.“

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