„Lindenstraßen-Dreigestirn” erfüllt sich Traum

Von: Dirk Müller
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Ralf Peters (v.l.), Eckhard Br
Ralf Peters (v.l.), Eckhard Braun und Osman Vurgun können ihre Proklamation zum ersten Lindenstraßen-Dreigestirn in der Geschichte kaum noch erwarten. Foto: D. Müller

Stolberg-Münsterbusch. Sie scharren bildlich mit den Hufen: Eckhard Braun, Ralf Peters und Osman Vurgun können es kaum noch abwarten, dass sie im Mittelpunkt einer jecken Premiere stehen. Erstmalig in der Geschichte Stolbergs und Münsterbuschs werden sie das „Lindenstraßen-Dreigestirn” sein.

Die Momente im Rampenlicht wollen die drei gehörig auskosten, denn im Vergleich zu anderen Karnevalisten, die zwischen den Sessionen nur pausieren, ist am Aschermittwoch 2013 für das Dreigestirn Lindenstraße tatsächlich alles vorbei.

„Es ist für Münsterbusch und auch für uns eine einmalige Sache. Das kann und soll nicht wiederholt werden”, sagt Braun, der am Samstag, 24. November, als Prinz „Ecki” proklamiert wird (siehe Infokasten). Das in keinem Verein organisierte Trio aus der Lindenstraße hat sich voll und ganz dem Straßenkarneval verschrieben.

„Wir wollen niemandem Konkurrenz machen oder auf die Füße treten, sondern die tollen Tage mit der Bevölkerung auf der Straße feiern. Deshalb werden wir auch von gestandenen Karnevalisten unterstützt”, beschreibt die künftige Deftigkeit Bauer „Ossi” Vurgun.

So freue sich das Dreigestirn sehr, dass auch der designierte Stolberger Prinz, Daniel Heinrichs aus Münsterbusch, das närrische Treiben der Lindenstraßler wohlwollend betrachte. Im Stadtteil selbst genießen die drei die Unterstützung der Mönsterböscher Jonge.

„Die KG hat uns sehr geholfen, und Präsident Swen Heinrichs wird sogar unsere Proklamation moderieren, allerdings nicht in Uniform, da es ja keine Vereinsveranstaltung ist”, erklärt die designierte Lieblichkeit Jungfrau „Rafaela” Peters. Einen weiteren großen Anteil der närrischen Premiere habe Hans-Josef Wellmann, der dem Dreigestirn mit Rat und Tat, seinen vielen Erfahrungen und Kontakten zur Seite stand.

Vor zwei Jahren schon kamen Braun, Vurgun und Peters auf die Idee, einmal als Dreigestirn im Münsterbuscher Zug mitgehen zu wollen. „Die Vorbereitungszeit war toll, daraus sind echte Freundschaften entstanden”, sagt Vurgun. Braun ergänzt, dass die drei im Vorfeld viele Veranstaltungen besucht haben - mit beachtlichem Effekt: „Mit der Zeit ist ein 14-köpfiger Hofstaat herangewachsen, der für manche Überraschung sorgen wird. Karnevalsfreunde aus Münsterbusch, Büsbach, Breinig und vom Donnerberg sind dabei.”

Außerdem verbrachte das Trio die letzten zwei Jahre mit professioneller Vorbereitung: Im Tonstudio wurde ein eigenes Lied aufgenommen, Wappen und Orden erstellt, Kostüme geschneidert, der Internet-Auftritt installiert, das Programm einstudiert und mehr.

„Den Straßenkarneval möchten wir als Bestandteil des traditionellen rheinischen Brauchtums feiern, deshalb sind wir mit hohem Anspruch an unsere Lindenstraßen-Regentschaft herangegangen”, führt Peters aus. So habe die Proklamation im Münsterbuscher Jugendheim, übrigens die einzige Saalveranstaltung des Dreigestirns, auch traditionelle Elemente, sei aber dennoch „garantiert anders”.
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