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Lieder im „Piano“ gehen ans Herz

Von: jk
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Günter Hochgürtel begeisterte seine Fans im „Piano“ mit witzigen Ansagen und gekonnt vorgetragenen Musikstücken. Foto: J. Kieser

Stolberg. Auf der Bühne im „Piano“ steht ein lebensfroher Mann. Man sieht es an seiner völlig entspannten Haltung. Und er ist so schön bunt angezogen mit legerem, gemustertem Hemd und grasgrüner Hose. Günter Hochgürtel, der Troubadour aus der Eifel, ist in Stolberg kein Unbekannter mehr.

Schon zum vierten Mal gastierte er am vergangenen Freitag in der Musikkneipe und hat längst seine Fangemeinde gefunden.

Bevor er in die Saiten seiner Gitarre greift, legt er los mit Geschichtchen und Anekdötchen aus seinem Leben und über die Entstehung seiner Lieder, die fast alle aus seiner eigenen Feder stammen. Sie gehen zu Herzen oder bringen zum Lachen, die Geschichten ebenso wie die Musikstücke.

Im Hauptberuf Journalist

Bestimmt hat der Mittfünfziger in seinem Hauptberuf als Redakteur einer Tageszeitung in Euskirchen ebenso seine Berufung gefunden wie als Musiker. Er ist einfach so nahe dran an den Menschen, und sie finden in seiner Musik ihren eigenen Alltag wieder. Manchmal stimmgewaltig, manchmal leise, singt und erzählt er von den Tücken einer Liebesbeziehung, von Jungs mit dem Moped, von einer Prostituierten in einem gewissen Wohnwagen, von seinem Bruder, der gemein zu ihm war oder von Zirkusromantik. Themen aus dem Hier und Jetzt mit einer guten Portion Humor gewürzt. Die Zuhörer lachen fröhlich über ihn und sind schon nach kurzer Zeit ebenso entspannt wie er selber.

Fleißig mitgeklatscht

Hochgürtel reißt sie einfach mit, freut sich, wenn sie den Refrain mitsingen können oder den Takt mit den Händen klatschen. Mit seinen kabarettistischen Ansagen, die längst zu seinem Markenzeichen geworden sind, löst er im „Piano“ Lachsalven aus. Kein Wunder, dass er sich selber gerne „Schandmaul“ nennt. Manchmal erinnert sein Stil an Reinhard Mey, manchmal an Wolfgang Niedecken. Wenn ein Stück in Eifeler Platt mit seinen gelegentlich sehr eigenen Wendungen erklingt, löst das erst recht Heiterkeit aus, es passt einfach gut.

Hochgürtel ist also in so einigen Sprachen unterwegs. Italienisch kann er nach eigenem Bekunden nicht, doch er singt es astrein beim Song „Lasciate mi cantare “ – natürlich mit Sonnenbrille. Von französischen Chansons, die er liebt, gibt er ebenfalls eine kleine Kostprobe. Gerade ist seine neueste CD mit Chansons von Michel Sardou, Yves Duteil, Moustaki und anderen erschienen. Der eine oder andere englische Popsong darf auf dem Tonträger natürlich auch nicht fehlen, und von deutschen Liedermachern wie Hannes Wader oder Stefan Sulke hat er manches Stück interpretiert. Unermüdlich tourt Hochgürtel durch die Region als Solist. Er ist ein Freund der Bläck Fööss, die sogar einen seiner Songs übernommen und veröffentlicht haben.

Ansonsten ist der Musiker noch immer mit der Eifelband Wibbelstetz unterwegs, seit 30 Jahren gibt es diese Formation schon. „Im ‚Piano‘ ist eine tolle Atmosphäre“, findet Günter Hochgürtel im Nachhinein. Und das stimmt, besonders an diesem Abend, die Leute sind begeistert und würden ihm am liebsten die ganz Nacht zuhören.

Demnächst ist Günter Hochgürtel in der Nachbarstadt Eschweiler zu hören, am Freitag, 7. Februar, 20 Uhr, im Hotel Pension 24, Eisenbahnstraße 24.

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