Liebhaber keltischer Musik bei Stolberger Musiksommer begeistert

Von: mlo
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Die Musikerinnen und Musiker tauchten voller Spielfreude in die Vergangenheit ein und holten die keltisch-irische Musik auf nahezu fünfzehn Instrumenten in die Gegenwart. Foto: M. L. Otten

Stolberg. Liebhaber keltischer Musik kamen am Sonntagnachmittag im Rahmen des Stolberger Musiksommers voll auf ihre Kosten. Das Ensemble „Oirfia“ präsentierte im Rittersaal ein lebendiges Bild der englischen, irischen und schottischen Musizierpraxis des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die sechs Barden, hinter denen sich Lydia Sutmann (Hackbrett und Violoncello), Renaud Marquart (Gitarre), Reinhart von Borries (Geige), Bernward Sutmann (Flöten und Tin-Whistles), Karen Geisel (Bodhrán = irische Rahmentrommel und Percussion) und Gaby Sous (Harfe, Viola da Gamba, Zister und Flöten) verbargen, verstanden es, die Gäste im gut besuchten Saal in die Weite der irischen Insellandschaft und schottischen Welt mitzunehmen, wo man weder „Dur noch Moll“ kannte.

Die Stücke stammten zum Teil aus Quellen angesehener Komponisten, zu denen der blinde Harfenist Turlough O’Carolan (1670-1738) und John Playford (1623-1686) zählten, die sie mit „Traditionals“ mischten.

Ihre Musik war ruhig, belebend und geheimnisvoll zugleich. Die Musikerinnen und Musiker tauchten voller Spielfreude in die Vergangenheit ein und holten die keltisch-irische Musik auf nahezu fünfzehn Instrumenten in die Gegenwart, wobei der charakteristische warme Klang der keltischen Harfe das Fundament der musikalischen Arbeit bildete.

Die melodisch-tänzerische Musik, die in Pubs und Gasthäusern ebenso gespielt wird wie in privaten Salons, erklang im Rittersaal quicklebendig und federleicht, so dass der Funke auf das aufmerksame Publikum schnell übersprang. Es sparte nicht mit Applaus, weil es virtuose Musikalität, Kreativität und besondere Leidenschaft für irische Folklore erlebte.

Inspiriert von frühgeschichtlichen Mythen und Legenden bot „Oirfia“ Melodien und Jigs, lebhafte Volkstänze von schlichter Schönheit. So wurde in „Cutty Wren“ die Jagd auf den Zaunkönig beschrieben, bei „Logan Water“, „Fear a Bhatsa“ und „Glenlivet“ ging es einmal um einen schottischen See, dann um ein Schifferlied und zu guter Letzt um Whiskey. Am Schluss waren alle angesteckt von der irischen Lebensfreude und gingen gut gelaunt nach Hause in der Hoffnung, dass solch ein Konzert bald Wiederholung findet.

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