Stolberg - Lesung aus dem Buch „Schwertbrüder“ in Torburg

Lesung aus dem Buch „Schwertbrüder“ in Torburg

Von: dö
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Judith und Christian Vogt stellten jetzt im Torburg-Museum ihr neues Buch „Schwertbrüder – Eburonenlied I“ vor. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Furcht lähmt die beiden römischen Legionäre, die im Unterholz ein vermeintliches Fabelwesen – halb Mensch, halb Tier – entdeckt haben. Auch wenn sich die unheimliche Gestalt wenig später als ein keltischer Krieger entpuppt, der ein Hirschgeweih auf dem Kopf trägt, sind die Legionäre, die als Winterlager die Fliehburg „Aduatuca“ nutzen, gewarnt.

Schließlich ist der „Hirschmensch“ Vorbote einer von dem Eburonen-König Ambiorix angezettelten Auseinandersetzung, bei der 54 vor Christus anderthalb römische Legionen vernichtet werden.

Diese Passage aus dem Buch „Schwertbrüder – Eburonenlied I“ verwendeten jetzt die beiden Romanautoren Judith und Christian Vogt, um im Torburg-Museum ihr neues, gleichnamiges Werk vorzustellen. „Wir sind Geschichtsinteressierte und keine Historiker“, versicherte Christian Vogt, der deutlich machte, dass die von ihnen verfasste Erzählung kein historischer Tatsachenbericht ist. Dennoch habe man aber das Werk „Commentarii de Bello Gallico“, das der römische Feldherr Gaius Julius Caesar über den Gallischen Krieg verfasst hat, als Grundlage eingesetzt, um die eburonischen und römischen Romanfiguren mit mehr Format und Inhalt auszustatten, versicherten die aus Aachen stammenden, 33 und 34 Jahre alten Autoren.

Dazu habe es auch gehört, der legendären Schlacht und der ebenso mythischen Fliehburg Aduatuca einen Standort zu geben. „Auch wenn es diesbezüglich mehrere Theorien gibt, haben wir uns als Standort der Schlacht das Indetal bei Eschweiler ausgesucht und die Fluchtburg auf den benachbarten „Hohenstein“ verlegt“, so Judith Vogt, die mit dem Jugendroman „Die Geister des Landes“, 2011 ihr Erstlingswerk vorgestellt hatte. 2012 folgte dann mit „Die zerbrochene Puppe“ ein Gemeinschaftswerk des schriftstellerisch tätigen Ehepaares, das als Physiker und Buchhändlerin arbeitet.

Auch wenn die Vogts nur kurz auf einige Passagen ihres 348-seitigen Romans eingingen, wurden nicht nur die Hintergründe der sagenumwobenen Schlacht beleuchtet, sondern auch der römische und gallische Alltag mit all seinen Facetten und Biografien. Zudem wurden im Verlaufe der Lesung auch Arist, Ambiorix‘ Sohn, und sein Ziehbruder Acco vorgestellt, die im Plan der gallischen Verräter eine dominierende Rolle einnehmen.

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