Stolberg - Leserausflug durch den Wald und über den Schlangenberg

Leserausflug durch den Wald und über den Schlangenberg

Von: Leona Otte
Letzte Aktualisierung:
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Wie im Auenland: Auf den wunderschönen Schlangenberg staunen unsere Leser über die dort vorhandene Vielfalt der Pflanzen. Förster Theodor Preckel (vorne rechts) weiht ein in eine faszinierende Welt der Botanik. Foto: L. Otte

Stolberg. Ausgestattet mit Rucksack, Regenschirm und Wanderschuhen machten unsere Leser jetzt einen außergewöhnlichen Ausflug in die Natur. 16 Teilnehmer und Förster Theodor Preckel trafen am Freitag, während die Regentropfen noch vom Himmel fielen, in Breinig am Parkplatz „Waldschänke“ zu einer botanischen Wanderung zusammen.

Vor ihnen, eine Strecke von vier bis fünf Kilometern: durch den Wald, über den Schlangenberg und wieder zurück. Schon am Parkplatz zeigte sich die Natur, im Kontrast zu dem grauen Asphalt, von ihrer klassisch schönen Seite. Birken, Weißdorne oder Holunderbäumchen zogen die Aufmerksamkeit aller auf sich und verblüffen allein hier – an einem Ort, wo die Menschenhand bereits ihre Spuren hinterlassen hat.

Mit jedem Schritt nähert sich der Teil, wo noch alles unberührt scheint – der Wald. Entlang eines kleinen Weges wanderten die Blicke der Teilnehmer interessiert an die Seiten. Das große Ganze, die Bäume und das Vogelgezwitscher verloren sich derweil im Hintergrund, lag die wahre Schönheit doch oftmals im Detail. Immer wieder stoppte Theodor Preckel, pflückte ein Pflänzchen ab, erkundigte sich, ob es jemand kennt und schöpfte aus seinem breiten Wissensrepertoire: „Hier haben wir eine Schwalbenwurz“, erklärte der Förster, erstaunt über das hübsche Exemplar. „Manchmal wird sie fälschlicherweise für Jasmin gehalten.

Das Besondere an ihr ist, dass sie einen sehr betörenden Duft verströmt.“ Er verteilte die kleine Pflanze mit den weißen Blüten zum Riechen in der Runde unserer Zeitungsleser. Über Stock und Stein ging es weiter zum Schlangenberg. Hier gab es zwar Ringel- und Schlingnattern, aber wahnsinnig viele Anakondas habe Preckel hier noch nicht gesehen, so der Förster mit einem Augenzwinkern in Bezug auf den Namen des Berges. Dort war es ein bisschen wie im Auenland: Grüne Hügel und hohes Gras, durch das ein Häschen hoppelte.

Es fehlten nur die Hobbits. Dafür gab es aber eine ganz andere Vielfalt zu entdecken, die Galmeiflora. Sie sei nahezu einzigartig auf der Welt und müsse gerade vor Kieferbewaldung geschützt werden. Einer der Teilnehmer fand einen Luftballon, den irgendjemand von Zuhause, aus Belgien losgeschickt hatte. Auch unsere Leser machten sich jetzt gemeinsam mit Theodor Preckel auf den Heimweg.

An einer dicken Buche am Waldeingang wurde zum letzten Mal gehalten. Um die 180 Jahre soll sie alt sein, hieß es. Alle schauten hoch in die Krone. Eine kleine Ewigkeit im Vergleich zu dem schönen Tag.

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