Stolberg - Leistung in Kitas soll anerkannt werden

Leistung in Kitas soll anerkannt werden

Von: Dirk Müller
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2009 war das „Piano“ Schauplatz eine Streik-Frühstückes von Erzieherinnen der städtischen Kitas. Am Donnerstag, 5. März, findet dort ab 18 Uhr zunächst eine Infoveranstaltung der Verdi-Vertrauensleute statt. Foto: J. Lange

Stolberg. Wenn die Gewerkschaft Verdi morgen die Tarifauseinandersetzung im Sozial- und Erziehungsdienst eröffnet, sind davon auch etwa 230 Angestellte des öffentlichen Dienstes in Stolberg betroffen. Bei der Tarifauseinandersetzung gehe es nicht um eine „normale tarifliche Erhöhung“ der Gehälter.

„Es sind vor allem Erzieherinnen der städtischen Kindertagesstätten, aber auch Kolleginnen und Kollegen des Sozialdienstes im Jugendamt, die im Mittelpunkt der ersten Verhandlungsrunde zwischen den öffentlichen Arbeitgebern und den Gewerkschaften stehen“, beschreibt Joachim Paul, Sprecher der Vertrauensleute beim Personalrat der Kupferstadt.

„Das Motto lautet ,Richtig Gut – Aufwerten Jetzt‘. Ziel ist die größere Anerkennung und Wertschätzung der Tätigkeiten im Sozial- und Erziehungsdienst“, sagt Paul. Das Aufgabenfeld der Beschäftigten sei in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden. „Heute sind Bildung, Beratung, Erziehung und Betreuung die Säulen im Erziehungsdienst. Das bedeutet nicht nur mehr Arbeit, sondern auch mehr Verantwortung. Die Kollegen im Erziehungs- und Sozialdienst arbeiten hoch motiviert und engagiert, sie haben hohe Qualifikationen, und sie leisten Außerordentliches. Ihre Arbeit hat einen immensen gesellschaftlichen Stellenwert.“

Die Wirklichkeit sehe jedoch anders aus, positioniert sich Verdi: „Die Arbeitsverdichtung all dieser Beschäftigtengruppen hat immer mehr zugenommen. Die Anerkennung durch eine entsprechende Bezahlung ist ausgeblieben.“ Daher fordert die Gewerkschaft länderübergreifend die Neuregelung der Eingruppierung und der Tätigkeitsmerkmale für die Beschäftigten in den Sozial- und Erziehungsdiensten.

„Im Umfang kommt die angestrebte Neuregelung einer durchschnittlichen Erhöhung der Gehälter um zehn Prozent gleich“, erklärt Paul. Um die Betroffenen in der Kupferstadt über das Ergebnis der Auftaktverhandlung zu informieren und die Durchsetzung der Forderungen zu diskutieren, veranstalten die Verdi-Vertrauensleute der Stolberger Stadtverwaltung am Donnerstag, 5. März, ab 18 Uhr in der Gaststätte Piano, Burgstraße 26, eine Informationsveranstaltung. Als Gesprächspartner steht der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Mathias Dopatka zur Verfügung. „Sicherlich gibt die Veranstaltung auch erste Hinweise auf die Mobilisierungs- und Aktionsbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen vor Ort, falls der Druck im Laufe der weiteren Verhandlungen erhöht werden muss“, schätzt Paul ein.

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