Stolberg - Leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen

Leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen

Von: fla
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Zahlen gehen runter und die Stimmung gleichzeitig weiter nach oben: Die Arbeitslosigkeit in Stolberg ist im Juni im Vergleich zum Vormonat wieder leicht zurückgegangen und auf eine Quote von aktuell 9,4 Prozent gesunken (Mai: 9,6 Prozent, April 9,8).

Nach Angaben der Agentur für Arbeit hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 53 auf 2665 Personen verringert. Gegenüber Juni 2009 sind aktuell sogar 288 weniger Stolberger ohne Arbeit, was einen Rückgang von fast zehn Prozent bedeutet. Von allen gemeldeten Arbeitsloen waren knapp 56 Prozent Männer (55,8).

517 Personen meldeten sich im Juni neu oder erneut arbeitslos, das sind 25 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 566 Personen der Arbeitsagentur zufolge ihre Arbeitslosigkeit, dies waren 24 mehr als im Vorjahr. Insgesamt gab es seit Jahresbeginn 3297 Arbeitslosmeldungen, was einem Minus von 202 im Vergleich zu 2009 bedeutet.

Die Zahlen der Langzeitarbeitslosen folgen dem aktuellen Trend: 1018 Personen bedeuten einen Rückgang von 0,4 Prozent zum Vormonat. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind damit 5,5 Prozent weniger Langzeitarbeitslose verzeichnet. Auch die Zahlen der ausländischen Arbeitslosen bestätigen die Entwicklung: So waren dies im Juni 554 (Mai 578, April 600).

Jugendarbeitslosigkeit stagniert

Der Trend der Jugendarbeitslosigkeit konnte demgegenüber dem Trend der Vormonate nicht so deutlich zurückgehen wie in den Vormonaten: Insgesamt waren 56 Personen zwischen 15 und 20 Jahren im Juni arbeitslos gemeldet, was eine Plus von sieben Jugendlichen und einen Anstieg von 14,3 Prozent bedeutet.

Der Stellenbestand ist im Juni um 13 Stellen auf 196 gesunken; Im Vergleich zum Vormonat gab es 65 Stellen weniger. Arbeitgeber meldeten im Juni 87 neue Stellen, 74 weniger als vor einem Jahr.

Seit Januar gingen damit 488 Stellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das eine Abnahme von 262 Stellen.

Der aktuelle Trend macht sich in der gesamten Städteregion bemerkbar: Seit 2001 gab es im Juni keine so geringe Arbeitslosenquote mehr, im Vergleich zu Juni 2009 sind 2763 Personen weniger ohne Arbeit, was einem Rückgang von 7,3 Prozent entspricht. Im gesamten Agenturbezirk liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 8,8 Prozent, 35.319 Personen sind ohne Arbeit gemeldet.

„Noch keine Trendwende”

„Der Arbeitsmarkt verlässt Stück für Stück die Talsohle”, sagt Gabriele Hilger, Leiterin der Agentur für Arbeit Aachen. „Allerdings bedeutet die kontinuierliche Reduzierung der Arbeitslosenzahlen noch keine endgültige Trendwende.”

So sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit nach dem Frühjahrsaufschwung abgeschwächt, außerdem trage die Kurzarbeit zur Gesamtstabilisierung des Arbeitsmarktes bei. „Es mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturellere Entlastung, allerdings müssen wir die Zahlen noch sehr vorsichtig kommentieren”, ergänzt Hilger.

Sommer abwarten

So sei davon auszugehen, dass mit Beginn des Sommers die Arbeitslosigkeit dem saisontypischen Verlauf folgt und aufgrund von Beendigungen betrieblicher Ausbildungen und dem Schuljahresende stagniert beziehungsweise leicht ansteigt.

Eine besonders hohe Nachfrage nach Arbeitskräften gebe es laut der Agentur für Arbeit in der Region derzeit in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Dienstleistungssektor, was auch mit erhöhter Einstellungsbereitschaft zusammenhänge.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert