Stolberg - „Leichte Kost” mit Esprit und eleganter Spielkultur präsentiert

„Leichte Kost” mit Esprit und eleganter Spielkultur präsentiert

Von: Marie-Luise Otten
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Bravo Harmonia! Das war ein erfrischendes Konzert! Unter dem Titel „Nostalgische Momente” servierten die Musikerinnen und Musikern des 1. Stolberger Akkordeonorchesters im nahezu ausverkauften Kulturzentrum Frankental die „leichte Kost” spielerisch elegant.

Nicht eine Note lang haftete ihrem Akkordeonspiel das Image antiquitierter Kaffeehausmusk an. Im Gegenteil - unter Carlo Plaum präsentierten sie die alten Klamotten mit Esprit und Spielkultur.

Das Schwelgen in Melodien begann mit der „schönen Galathée” von Franz von Suppé. Temperamentvoll und explosiv bewiesen sie, wie facettenreich Akkordeonmusik sein kann.

Die „Schweizerische Rhapsodie” von Rudolf Würthner lud zu einer Reise in die Berge ein, und in der „Rocky Mountains-Suite” fand man sich im Wilden Westen bei Cattle Drive und Square Dance wieder.

Carlo Plaum sorgte mit der Auswahl der Stücke für angemessen, hurtige Tempi sowie für ein reaktionsschnelles, schlackenfreies Spiel. Seine Moderation zu den Stücken war witzig und humorvoll.

Mit dabei war das Ensemble unter Leitung von Elke Kittel-Hoffmann, das sich mit dem funkelnden „Ungarischen Tanz Nr. 5” von Brahms in Szene setzte.

Nach dem Konzerttango „Vision” folgte die „Siamesische Wachtparade” von Paul Lincke, dem Urvater der Berliner Operette. In dem „Czárdás” aus der Fledermaus von Strauß und dem Charakterstück „Der Student geht vorbei” zogen die neun Ensemblemitglieder das Publikum in ihren Bann.

Ihr klares Spiel, ihr drängendes Temperament und ihre technische Brillanz verbunden mit Sensibilität im Klanglichen und im Dynamischen ließen die Musikstück zu einem starken Musikerlebnis werden.

Voller Spannung wurde der Auftritt der vier Harmonia-Kids erwartet. Jacqueline, Gülben, Nico und Maxi, die seit mehr als einem halben Jahr Unterricht haben, stellten sich mit „Wibbelen”, dem „Schokoladenlied” und dem „Känguru-Twist” vor und wurden mit viel Applaus bedacht.

Unterstützt wurden die Jüngsten von Tim Wunscheit (Übungsleiter) und Carlo Plaum. Im großen Finale begeisterten die Stamm-Akkordeonspielerinnen und -spieler der Harmonia das Publikum mit einem ebenso abwechslungs- wie temporeichen Mix aus Musicalklängen und Operettenmelodien.

Medleys aus „Maske in Blau” von George Gershwin , aus „Oklahoma” und der „Comedian Harmonists” fanden in der analytisch-dynamischen Durcharbeitung hin zu neuen Klangvorstellungen und wirklich interessanten Interpretationen.

Als Zugabe erklang der „Stars and Stripes” Marsch und ein Medley von Henri Mancini, vierfacher Oscar-Preisträger für Filmmusik.
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